Kamenz. Der Kamenzer Stadtrat und Oberbürgermeister Michael Preuß haben am Dienstag eine gemeinsame Resolution zur angekündigten Schließung der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe im Kamenzer Krankenhaus St. Johannes verabschiedet. Der Stadtrat schließt sich darin inhaltlich den Ausführungen des Oberbürgermeisters vom 23. April an. Beide appellieren aus Sorge um die Lebens- und Wohnbedingungen in Kamenz an die Verantwortlichen, die Entscheidung noch einmal zu überdenken. Ziel ist der Erhalt der Klinik, die als unabdingbarer Faktor der Lebensqualität für die Stadt und die gesamte Region gilt.
Ein erster Schritt sollte nach Ansicht von Stadtrat und OB eine Verlängerung des Zeitraums bis zu einer eventuellen Schließung sein, um eine sachgerechte Lösung zu ermöglichen. Die Klinik sei nicht nur für die Menschen in Kamenz wichtig, sondern auch für die medizinische Versorgung im ländlichen Raum, der ohnehin im Vergleich zu Ballungsmetropolen unter Strukturschwäche leide. Der Appell richtet sich zugleich an die politische Ebene auf Landes- und vor allem auf Bundesebene. Die Folgen der geplanten Krankenhausreform müssten gerade für ländliche Räume reflektiert und gegebenenfalls Änderungen herbeigeführt werden.