Am Sonntag, 31. Mai, traf der Kreistag Bautzen in einer Sondersitzung eine folgenschwere Entscheidung: Um die Geburtshilfe am Krankenhaus Kamenz mit bis zu 500.000 Euro vorübergehend zu sichern, wird der öffentliche Nahverkehr im Landkreis drastisch reduziert – ab dem 1. Juli, insbesondere an Wochenenden und in den Ferien. Ein Viertel des Angebots steht zur Disposition.
Doch handelt es sich hier um eine alternativlose Notmaßnahme? Im Podcast "Lausitz heute" bezieht Michael Koch, stellvertretender Bundesvorsitzender des Fahrgastverbandes PRO BAHN, deutlich Stellung: "Nein, also das sind ja beides Bereiche der Daseinsvorsorge und dann muss man einfach schauen, sowas kann man einfach nicht gegeneinander ausspielen, denn beides ist wichtig und beides hat grundsätzlich seine Berechtigung und ist wichtig für die Menschen im Land, die auch auf dem Land leben, sei es eben, dass sie ihre Geburtsklinik haben und nicht weit fahren müssen oder andererseits, dass sie eben irgendwie hinkommen zur Arbeit oder in der Freizeit irgendwie vorankommen können."