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Julia Reuschenbach eröffnet nach der Sommerpause die Bautzener Reden

Julia Reuschenbach eröffnet nach der Sommerpause die Bautzener Reden
Foto: Tobias Koch
Von: Uwe Tschirner
Mit einem Vortrag zur Debattenkultur in Deutschland starten die Bautzener Reden am 4. September in den Herbst. Julia Reuschenbach spricht im Dom St. Petri über die Frage, wie Streit in einer Demokratie gelingen kann.

Debattenkultur als Thema des Auftakts

Wie wollen wir miteinander streiten? Diese Frage steht im Mittelpunkt der ersten Bautzener Rede nach der Sommerpause. Am Freitag, 4. September 2026, spricht die Politikwissenschaftlerin Dr. Julia Reuschenbach um 19 Uhr im Dom St. Petri über die Debattenkultur in Deutschland. Der Eintritt ist frei.

Reuschenbach beschäftigt sich mit Parteien, Wahlen, Demokratie und politischer Kommunikation. Als Senior Lecturer an der Universität Hamburg und als Autorin des Buches Defekte Debatten. Warum wir als Gesellschaft besser streiten müssen bringt sie wissenschaftliche Analyse und öffentliche Erfahrung zusammen. Vielen Zuschauern ist sie außerdem aus politischen TV-Formaten bekannt.

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Warum Streit zur Demokratie gehört

Das Thema trifft einen Nerv der Zeit. Politische Auseinandersetzungen erscheinen oft schärfer als früher, soziale Medien verstärken Konflikte, und nicht selten dominiert die Frage nach dem Sieg im Argument. Gleichzeitig wächst das Gefühl, dass unterschiedliche Positionen immer schwerer auszuhalten sind.

Genau hier setzt das Format der Bautzener Reden an. Die Initiative „Bautzen gemeinsam“ will Räume schaffen, in denen Widerspruch möglich bleibt und verschiedene Perspektiven miteinander ins Gespräch kommen. Es geht um Orientierung, um Verständigung und um die Erfahrung, dass demokratischer Streit nicht Spaltung bedeuten muss.

Ein Forum für Austausch im Dom St. Petri

Seit November 2022 lädt die Reihe regelmäßig Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft nach Bautzen ein. Der Dom St. Petri ist dafür bewusst gewählt: Er steht in besonderer Weise für das Zusammenleben unterschiedlicher Traditionen und Konfessionen in der Stadt.

Mit der 35. Bautzener Rede beginnt zugleich der vierte Jahrgang der Veranstaltungsreihe. Weitere Termine sind bereits angekündigt: Am 9. Oktober 2026 spricht Thomas de Maizière über Fragen zu Ost und West in Deutschland, am 6. November 2026 folgt Jörg Dittrich.

Die Bautzener Reden haben sich inzwischen fest im öffentlichen Leben der Stadt verankert. Regelmäßig kommen 150 bis 300 Menschen aus Bautzen, der Oberlausitz und auch aus Dresden zusammen, um über politische und gesellschaftliche Fragen zu diskutieren.

Uwe Tschirner
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Uwe Tschirner

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