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IG Metall Ostsachsen: Sparkurs auf Kosten der Beschäftigten ist der falsche Weg

IG Metall Ostsachsen: Sparkurs auf Kosten der Beschäftigten ist der falsche Weg
Symbolbild pixabay Jan2575
Von: Uwe Tschirner
Die IG Metall Ostsachsen und die Beschäftigten der Accumotive in Kamenz kritisieren die Sparpläne von Mercedes deutlich. Sie warnen vor Belastungen zulasten der Belegschaft und fordern Verantwortung vom Management.

Beschäftigte lehnen Mercedes-Sparpläne ab

Die IG Metall Ostsachsen und die Belegschaft der Accumotive in Kamenz haben die angekündigten Sparpläne des Mercedes-Vorstands scharf kritisiert. Nach ihrer Einschätzung geht der Konzern mit den geplanten Maßnahmen einen Weg, der vor allem die Beschäftigten belastet, statt die Ursachen der wirtschaftlichen Probleme zu bekämpfen.

Uwe Garbe, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Ostsachsen, fordert das Management auf, seiner Verantwortung gerecht zu werden. Die schwierige Marktsituation in China, geopolitische Konflikte, Handelsbeschränkungen und steigende Energiepreise seien nicht von den Beschäftigten verursacht worden. Dennoch müssten sie die Folgen bereits im Alltag tragen.

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Geplante Maßnahmen sorgen für Kritik

Der Mercedes-Vorstand hatte Ende Juni ein einseitiges Sparprogramm angekündigt. Dazu zählen eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit ohne Lohnausgleich, die Verschiebung des Transformationsbausteins von 18,4 Prozent eines Monatsverdiensts ins nächste Jahr sowie Veränderungen beim Homeoffice. Künftig soll mobiles Arbeiten offenbar weitgehend entfallen, stattdessen wäre Präsenz im Büro vorgesehen.

Die Gewerkschaft sieht darin einen klaren Angriff auf bestehende Arbeitsbedingungen. Garbe betont, dass die Belegschaft nicht auch noch im Unternehmen zusätzlich belastet werden dürfe. Die IG Metall kündigt an, sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen diese Pläne zu wehren.

Auch bei Accumotive wächst die Sorge

Die Accumotive in Kamenz ist eine hundertprozentige Tochter von Mercedes. Deshalb befürchtet die Belegschaft, dass die Sparmaßnahmen auch auf den Standort in Ostsachsen durchschlagen könnten. Betriebsratsvorsitzender Stephan Lauckner stellt sich deshalb ausdrücklich an die Seite der Mercedes-Beschäftigten.

Gleichzeitig macht die Belegschaft in Kamenz deutlich, dass sie auch für die eigene Zukunft klare Grenzen zieht. Was für den Mutterkonzern nicht zielführend sei, könne auch für die Tochtergesellschaft kein sinnvoller Weg sein.

Forderung nach guter Personalpolitik

Statt beim Personal zu sparen, verlangen IG Metall und Accumotive-Betriebsrat eine andere Strategie. Das Management solle die Teams besser aufstellen und die Beschäftigten motivieren. Schließlich seien es die qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit ihrer täglichen Arbeit die Wertschöpfung sichern und das Unternehmen mit innovativen Ideen voranbringen.

Uwe Tschirner
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Uwe Tschirner

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