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Betrüger bekommen Geld im Kochtopf

Betrüger bekommen Geld im Kochtopf
Symbolbild pixabay ulleo
Von: Uwe Tschirner
In Radeberg haben Betrüger eine Frau mit einem erfundenen Polizeiruf um 5.000 Euro gebracht. Die Täter setzten sie unter Druck und nutzten eine bekannte Schockmasche.

Falscher Polizeiruf führt zu Geldverlust

Am Montagnachmittag ist in Radeberg eine Frau Opfer eines Betrugs geworden. Unbekannte riefen sie an und gaben sich als Polizei aus. Sie behaupteten, in der Umgebung sei eine rumänische Diebesbande aktiv und die Geschädigte stehe angeblich auf einer Liste der Täter.

Druck, Angst und eine erfundene Falle

Im weiteren Gespräch versuchten die Betrüger, die Frau zu einer angeblichen Mithilfe für die Polizei zu bewegen. Als sie zögerte, bauten die Anrufer gezielt Druck auf und schilderten eine bedrohliche Lage. Die Bande sei bewaffnet, verfüge über Überwachungstechnik und sei deshalb besonders gefährlich, hieß es am Telefon.

Unter diesem Eindruck ging die Frau zur Bank und hob 5.000 Euro ab. Anschließend sollte sie das Geld in einen Kochtopf legen und diesen vor die Haustür stellen. Zusätzlich wurde ihr untersagt, aus dem Fenster zu sehen, weil die Täter sie angeblich beobachten könnten. Kurz darauf war der Topf verschwunden und das Gespräch endete.

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Die Betrogene verständigte erst danach den Notruf. Die Polizei warnt erneut vor dieser Masche, bei der sich Täter als Beamte ausgeben und mit erfundenen Geschichten Angst erzeugen. Häufig nennen sie konkrete Details, um glaubwürdig zu wirken, und drängen ihre Opfer zu schnellem Handeln.

Besonders perfide: In einigen Fällen fordern die Anrufer die Betroffenen sogar auf, selbst die 110 zu wählen. Weil der Anruf noch läuft, landet man jedoch nicht bei der echten Polizei, sondern wieder bei einem Betrüger. Deshalb gilt: Auflegen, in Ruhe die Lage prüfen und dann selbst die 110 wählen. Auf keine Geldübergabe eingehen.

Uwe Tschirner
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Uwe Tschirner

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