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Dynamo Dresden: Pfefferspray-Einsatz gegen Zuschauer sorgt für Aufsehen

Dynamo Dresden: Pfefferspray-Einsatz gegen Zuschauer sorgt für Aufsehen
Bild: Florian Kassner
Von: 1953 Update

Eskalation in Dresden: Fan-Chaos 

Das Zweitliga-Topspiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC am Samstagabend wird vor allem wegen der massiven Ausschreitungen in Erinnerung bleiben. Schon nach rund 20 Minuten war von Fußball kaum noch etwas zu sehen.

Frühe Eskalation – Fans prügeln sich lange unbehelligt

Rund um die 19./20. Minute geriet die Stimmung komplett außer Kontrolle: Hertha-Fans überwanden Absperrungen und gelangten in den Innenraum, kurz darauf bewegten sich auch rund 60 Dynamo-Anhänger in Richtung Gästeblock. Es kam zu direkten Auseinandersetzungen, Pyrotechnik flog hin und her.

Zahlreiche Videos in sozialen Netzwerken zeigen, dass sich die beiden Fanlager über längere Zeit beschießen und körperlich aufeinander losgehen konnten, bevor die Polizei eingriff. Erst danach konnten die Einsatzkräfte die Gruppen trennen und zurück in ihre Blöcke drängen. Insgesamt waren laut Berichten rund 750 Beamte im Einsatz.

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Polizei sichert Blöcke – Lage bleibt angespannt

Nach der Beruhigung positionierten sich zahlreiche Beamte vor dem K-Block der Dynamo-Fans. Auch im Gästebereich waren Kräfte präsent, allerdings in deutlich geringerer Zahl. Rund 20 Minuten blieb die Lage angespannt, während die Polizei die Blöcke absicherte.

Umstrittener Pfefferspray-Einsatz sorgt für Diskussionen

Besondere Aufmerksamkeit erregt nun ein einzelner Vorfall: Ein Video zeigt, wie ein Polizist beim Vorbeilaufen entlang der Sitzplatztribüne (Hornbachtribüne) plötzlich zur Seite dreht und Pfefferspray in den Sitzplatzbereich abgibt.

Auf den Aufnahmen ist zu hören, dass es aus der Menge zu Beleidigungen gegenüber der Polizei kam. Dennoch wirkt die Reaktion des Beamten sehr impulsiv: Ohne erkennbare unmittelbare Gefahr wird das Spray in einen Bereich abgegeben, in dem sich auch unbeteiligte Zuschauer befinden – darunter Familien und Kinder. Direkt nach dem Einsatz sind Schreie und Panikreaktionen aus der Menge zu hören.

Zuschauer berichtet von Folgen

Ein Zuschauer schilderte uns seine Eindrücke:

„Meine Großmutter (64) saß in der Nähe, etwa in Reihe 6. Obwohl sie nichts damit zu tun hatte, hatte sie den ganzen Abend brennende Augen. Neben ihr saß auch ein Kind.“

Die Ereignisse werfen insgesamt Fragen zum Polizeieinsatz auf: Die späte Reaktion während der frühen Ausschreitungen, das lange Beschießen und Prügeln der Fans ohne Eingreifen und der Pfefferspray-Vorfall sorgen für Diskussionen über das Verhalten der Einsatzkräfte an diesem Spieltag.

Fest steht: Die Eskalation rund um das Spiel hat den Abend überschattet, und der Pfefferspray-Einsatz eines einzelnen Beamten rückt nun zusätzlich in den Fokus.

(PS)

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