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Thomas Keller und Dynamo: Das ist der aktuelle Stand im Transfer-Poker

    Thomas Keller und Dynamo: Das ist der aktuelle Stand im Transfer-Poker
Bild: Paul Scholze
Von: 1953 Update

Keller-Poker bei Dynamo: Das ist der aktuelle Stand im Transfer-Sommer

Bei Dynamo Dresden ist auf dem Transfermarkt zuletzt etwas Ruhe eingekehrt. Mit Kaan Inanoglu, Kenneth Schmidt, Tobias Raschl, Ahmet Muhamedbegovic, Simon Straudi, Brooklyn Ezeh, Nicolai Rapp, Jonas Sterner und Robert Wagner haben die Schwarz-Gelben bereits neun Neuzugänge präsentiert. Doch die Kaderplanung ist noch nicht abgeschlossen.

Sportgeschäftsführer Sören Gonther hatte bereits angekündigt, dass Dynamo in der Innenverteidigung noch zwei Spieler verpflichten möchte. Entsprechend richtet sich der Blick vieler Fans weiter auf einen Namen: Thomas Keller. Auch auf der Flügelposition soll noch was passieren. 

Keller bleibt die Wunschlösung – doch der Poker zieht sich

Der 26-Jährige hinterließ während seiner Leihe in der Rückrunde einen bleibenden Eindruck. Keller brachte die nötige Stabilität in die Dynamo-Abwehr, entwickelte sich schnell zum Leistungsträger und steuerte zudem drei Tore bei. Kein Wunder also, dass sich viele Anhänger eine feste Verpflichtung wünschen.

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Nach den Informationen, die sich in den vergangenen Tagen und Wochen aus verschiedenen Quellen ergeben haben, arbeitet Dynamo weiterhin an einer Rückholaktion. Eine schnelle Einigung ist allerdings nicht in Sicht. Die Verhandlungen gelten weiterhin als kompliziert und könnten sich noch einige Zeit hinziehen.

Ein entscheidender Faktor ist dabei die Ablöse. Keller besitzt beim 1. FC Heidenheim noch einen Vertrag bis 2028. Sein Marktwert liegt derzeit bei rund 1,2 Millionen Euro. Nach aktuellem Stand sollen die Heidenheimer bislang nicht bereit sein, von ihren finanziellen Vorstellungen deutlich abzurücken.

Heidenheim hält sich alle Optionen offen

Auch die jüngsten Entwicklungen sprechen dafür, dass sich der Bundesliga-Absteiger mit einer Entscheidung Zeit lassen könnte. Beim Testspiel gegen den österreichischen Erstligisten SCR Altach stand Keller in der Startelf und trug sich sogar in die Torschützenliste ein.

Auf Anfrage wollte sich Heidenheim nicht zu möglichen Verhandlungen mit Dynamo äußern. Der Verein verwies lediglich darauf, dass Keller noch bis 2028 unter Vertrag steht und sich regulär in der Sommervorbereitung befindet.  

Ein weiterer Punkt dürfte die personelle Situation in der Heidenheimer Innenverteidigung sein. Aktuell stehen mit Robert Mainka, Thomas Keller, Tim Siersleben, Benedikt Gimber und Adam Kölle gleich fünf Innenverteidiger im Kader. Zwar verfügt der 1.FCH damit über reichlich Qualität, gleichzeitig könnte sich die Hierarchie im Laufe des Transferfensters noch verändern.

Vor allem die Zukunft von Robert Mainka könnte dabei eine Rolle spielen. Der Abwehrchef dürfte aktuell vor Keller gesetzt sein. Sollte Mainka wider Erwarten noch wechseln, hätte Keller deutlich bessere Chancen auf regelmäßige Einsatzzeiten in Heidenheim. Bleibt Mainka dagegen, könnte Keller trotz seiner Qualität erneut um Spielzeit kämpfen müssen – eine Situation, mit der er sich nach seiner starken Rückrunde in Dresden wohl kaum dauerhaft zufriedengeben dürfte.

Genau deshalb scheint Heidenheim derzeit keinen Grund zu haben, den Fall überstürzt zu entscheiden. Vielmehr spricht einiges dafür, dass die Verantwortlichen zunächst die weitere Entwicklung auf dem Transfermarkt abwarten.

Dynamo dürfte längst Alternativen prüfen

Für Dynamo bedeutet das vor allem Geduld. Keller bleibt nach wie vor eine Wunschlösung für die Innenverteidigung, doch die SGD wird sich parallel auch mit anderen Kandidaten beschäftigen.

Ein Name, der in den vergangenen Wochen bereits gehandelt wurde, ist Marcel Franke vom Karlsruher SC. Genauso gut ist jedoch möglich, dass die Dresdner am Ende einen bislang noch nicht öffentlich gehandelten Verteidiger präsentieren.

Der aktuelle Stand lässt sich deshalb relativ klar zusammenfassen: Dynamo hält offenbar weiter an Thomas Keller fest, eine zeitnahe Entscheidung ist momentan aber nicht zu erwarten. Solange Heidenheim seine eigene Kaderplanung nicht abgeschlossen hat, dürfte auch im Keller-Poker weiter Geduld gefragt sein.

(PS)

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