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Dynamo Dresden: Ex-Torwart muss mit 21 Jahren aufhören

Dynamo Dresden: Torwart Erik Herrmann steht im Trikot des FSV Budissa Bautzen mit der Rückennummer 40 auf dem Fußballplatz und blickt in Richtung Spielfeld.
Erik Herrmann muss seine Fußballkarriere mit gerade einmal 21 Jahren aufgrund von Rückenproblemen beenden. (Bild: Paul Scholze)
Von: 1953 Update
Mit gerade einmal 21 Jahren ist für Ex-Dynamo-Torwart Erik Herrmann Schluss: Die Ärzte rieten dem Keeper aufgrund gesundheitlicher Probleme dringend dazu, seine Fußballkarriere zu beenden. Für Herrmann endet damit ein Traum, der einst mit seinem Profidebüt für Dynamo Dresden begann.

Ex-Dynamo Dresden Keeper Herrmann muss mit 21 Jahren seine Karriere beenden

Bittere Nachricht für Erik Herrmann: Der erst 21-jährige Torhüter muss seine Fußballkarriere aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig beenden. Der 1,97 Meter große Schlussmann steht aktuell beim FSV Budissa Bautzen in der NOFV-Oberliga Süd unter Vertrag. Nach einer erneuten medizinischen Untersuchung rieten ihm die Ärzte dringend dazu, seine fußballerischen Aktivitäten einzustellen.

Ärzte sehen Fortsetzung als nicht mehr verantwortbar an

In einer offiziellen Mitteilung erklärt Budissa Bautzen: „Nach einer aktuellen medizinischen Bewertung wurde ihm dringend dazu geraten, alle fußballerischen Aktivitäten einzustellen. Dass Erik in der Vergangenheit mit Rückenproblemen zu kämpfen hatte, war bekannt. Die Thematik wurde medizinisch begleitet und beobachtet. Nach neuerlicher ärztlicher Bewertung ist eine Fortsetzung nicht mehr zu verantworten.“

Für Herrmann ist damit ein Kapitel beendet, das bereits in seiner Kindheit begonnen hatte. Der gebürtige Ebersbacher durchlief zunächst die Nachwuchsmannschaften von Budissa, ehe er in die Jugend von Dynamo Dresden wechselte.

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Profidebüt für Dynamo Dresden

In der Saison 2023/24 gehörte Herrmann erstmals zum Profikader der SGD. Als Nummer drei hinter Stefan Drljaca und Kevin Broll kam der damals 19-Jährige am 20. Spieltag gegen Arminia Bielefeld zu seinem ersten Einsatz. Beim 0:1 wurde Herrmann in der 84. Minute von Trainer Markus Anfang für den verletzten Drljaca eingewechselt.

Trotz der großen Kulisse zeigte sich der junge Keeper souverän und ließ sich die Nervosität kaum anmerken. Es blieb allerdings bei diesem einen Profieinsatz.

Nach der Saison endete seine Zeit in Dresden. Dynamo wollte den Vertrag mit dem Torhüter zwar verlängern, Herrmann entschied sich jedoch gegen eine weitere Zusammenarbeit. Anschließend boten sich dem 1,97-Meter-Mann durchaus interessante Möglichkeiten. Unter anderem absolvierte er ein neuntägiges Probetraining beim spanischen Erstligisten Real Valladolid. Auch bei Darmstadt 98 soll Herrmann vorgespielt haben. Einen neuen Verein fand er zunächst jedoch nicht und blieb eine Saison lang vereinslos.

Rückkehr zu Budissa Bautzen

Zur Saison 2025/26 kehrte Herrmann schließlich zu seinem Jugendverein nach Bautzen zurück. Dort entwickelte er sich zu einem wichtigen Rückhalt der „Spree Budissen“. In der vergangenen Spielzeit stand der Torhüter 29-mal zwischen den Pfosten, kassierte 47 Gegentore und hielt dabei viermal seinen Kasten sauber.

Nun endet seine aktive Laufbahn jedoch viel früher als erwartet.

„Es fällt mir gerade unglaublich schwer, die richtigen Worte dafür zu finden. Natürlich wusste ich um die Thematik und sie wurde auch entsprechend begleitet. Trotzdem rechnet man nicht damit, plötzlich vor einer solchen endgültigen Entscheidung zu stehen. […] Der Fußball war über so viele Jahre ein riesiger Teil meines Lebens. Dass dieser Abschnitt jetzt so abrupt endet und ich selbst nicht entscheiden kann, wann der Moment dafür gekommen ist, tut weh.

Am meisten trifft mich aber, dass ich den Jungs nicht mehr auf dem Platz helfen und nicht mehr als Spieler Teil dieser Truppe sein kann. […] Ich wünsche den Jungs von Herzen, dass sie sich genau diesen Zusammenhalt bewahren. Das ist eine unfassbar geile Truppe.

Ich weiß noch nicht, wie sich die nächste Zeit anfühlen wird und was danach kommt. Aber ich weiß, dass ich dankbar auf viele besondere Jahre, Menschen und Momente zurückblicken kann. [.] Die Verbindung zu den Jungs, zur Budissa-Familie und zu diesem Verein bleibt.“

Für Herrmann ist es ein besonders bitterer Abschied vom Fußball. Mit gerade einmal 21 Jahren muss er seine sportlichen Träume aufgrund seiner Gesundheit begraben. Am Ende steht jedoch das Wichtigste im Vordergrund: die Gesundheit.

(PS)

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