Ein Gastbeitrag von Lars Rohwer und Maria-Lena Weiss.
Wir brauchen mehr Intelligenz. Nicht nur in der Politik, sondern auch im Strommarkt. Denn hier verschwenden wir Milliarden an Steuergeldern in einem ineffizienten System, das zurzeit weder nachhaltig noch wirtschaftlich funktioniert. Nur eine smarte Revolution wird unter den Deutschen auf breiter Basis die notwendige Akzeptanz für die Nutzung erneuerbaren Energien schaffen. Deshalb müssen wir die Energiewende lieber heute als morgen vom Kopf auf die Füße stellen.
Diese ist eine der größten Herausforderungen und zugleich eine der bedeutendsten Chancen unserer Zeit. Der Ausbau erneuerbarer Energien schreitet in Deutschland rasant voran, und doch können wir sie noch nicht vollumfänglich nutzen, weil uns die netzdienliche Integration dieser Energien ins Stromnetz bisher nicht gelungen ist.
Es reicht nicht, einfach mehr Wind- und Solaranlagen zu installieren, denn aufgrund fehlender Kapazitäten können die gewonnenen Kilowattstunden nicht ins bestehende Stromnetz eingespeist werden. Unsere Aufgabe besteht darin, den erzeugten Strom nutzbar machen, ohne die Netze zu überlasten. Das Zauberwort lautet „Smart Grids“, denn herkömmliche Stromnetze sind nicht für Erneuerbare entworfen. Sie sind auf einen gleichmäßigen Energiefluss ausgelegt – im Gegensatz zu diesen intelligenten Netzen, die helfen, aus volatilen Stromquellen wie Wind und Sonne das Maximale rauszuholen. Das leisten netzintegrierte intelligente Messsysteme, die sogenannten „Smart Meter“.