Wenn am 14. Februar zum Valentinstag die Dämmerung über Schloss Klippenstein hereinbricht, wird der historische Festsaal zum Schauplatz einer besonderen Reise durch die Jahrhunderte der Liebe. Unter dem Titel „Die schönsten Liebesbriefe aus acht Jahrhunderten“ verbindet ein Lesekonzert historische Texte mit klassischer Musik und macht den Valentinstag zu einem Fest für Herz und Sinne.
Im Mittelpunkt des Abends steht eine Ausdrucksform, die in Zeiten von Messenger-Diensten und Sprachnachrichten beinahe in Vergessenheit geraten ist: der handgeschriebene Liebesbrief. Schauspieler Lars Jung vom Staatsschauspiel Dresden liest ausgewählte Briefe großer Persönlichkeiten, darunter von Wolfgang Amadeus Mozart und Johann Strauss. Ihre Worte geben Einblick in private Gefühlswelten, die sonst hinter Partituren und öffentlichen Auftritten verborgen bleiben. Liebe erscheint hier nicht als abstraktes Ideal, sondern als menschliche Erfahrung voller Sehnsucht, Zweifel und Hoffnung.
Gerade die Handschrift machte diese Briefe so besonders. Jeder Strich, jede Zeile erzählt von der Nähe zwischen Schreibendem und Empfänger. Wo heute ein Klick genügt, brauchte es früher Zeit, Ruhe und Hingabe. Der Liebesbrief war ein kostbares Unikat – ein Stück Persönlichkeit auf Papier. Das Lesekonzert macht diese intime Form der Kommunikation wieder erlebbar und zeigt, wie stark Sprache Gefühle tragen kann, wenn sie bewusst gewählt und festgehalten wird.