Wie Radler jetzt über die Zukunft des Elberadwegs mitentscheiden
Pirna. Manche Klassiker ruhen sich auf ihrem Ruf aus - der Elberadweg nicht. Laut aktueller ADFC-Radreiseanalyse ist er der meistbefahrene und beliebteste Radfernweg Deutschlands, und trotzdem soll er in den kommenden Jahren spürbar besser werden. Das Beste daran: Wer die Strecke selbst fährt, kann bei der Neuausrichtung mitreden.
Für die Sächsische Schweiz ist der Weg seit mehr als 30 Jahren nicht nur ein Aushängeschild, sondern auch ein handfester Wirtschaftsfaktor. Als „D-Route 10" ist er seit Langem Teil des Radnetzes Deutschland - und steht nun vor einer umfassenden Neuausrichtung. Im Rahmen eines bundesweiten Förderprogramms soll die Route innerhalb der nächsten drei Jahre fit für die Zukunft gemacht werden. Den Auftakt bildet eine große Gästebefragung.
Elberadweg-Umfrage: So können Radler jetzt mitmachen
Für Radler aus der Sächsischen Schweiz und ganz Deutschland ist das die Gelegenheit, die Zukunft der Route aktiv mitzugestalten. Noch bis Anfang September sind zwei Befragungsteams entlang der gesamten Strecke unterwegs und sammeln Meinungen vor Ort. Wer ihnen nicht begegnet, kann trotzdem teilnehmen: Bis zum 31. Oktober 2026 läuft die digitale Befragung unter umfrage.elberadweg.de.
„Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein", bringt es Projektmanagerin Heike Grunow auf den Punkt, die das Projekt „Elberadweg Goes Future" leitet. Beteiligt sind alle drei regionalen Koordinierungsstellen des Elberadwegs in Deutschland. Mehr als 30 Jahre nach der Einweihung wollen sie den Weg auf den neuesten Stand bringen - und dem Produkt zugleich frischen Schwung geben. Denn Nutzererwartungen und Buchungsgewohnheiten ändern sich, der Wettbewerb wird härter und die kommunalen Budgets schmaler.
Im Kern geht es um eine einfache Frage: Was wollen die Radler? „Was reizt die Gäste am Elberadweg? Wie nutzen und erleben sie ihn? Was ist gut? Was geht besser?", zählt Grunow auf. Die Antworten sollen in konkrete Entwicklungsempfehlungen für alle Elberadweg-Partner einfließen. Parallel nimmt das Projektteam die Infrastruktur unter die Lupe und ermittelt den wirtschaftlichen Effekt für die Anrainer-Kommunen - das soll künftige Investitionsentscheidungen erleichtern.
Elberadweg Goes Future: Relaunch und Kampagne bis 2028
Der Zeitplan ist ambitioniert: Ab 2027 fließen die Ergebnisse in die Marken- und Produktentwicklung sowie in den Relaunch der Website ein, ab 2028 folgt eine große Online-Marketingkampagne. „Es ist wirklich eine große Chance für den Elberadweg - sowie für alle Fans und Freunde der Route", so Grunow. Ob als Arbeitsweg, entspannte Nachmittagsrunde oder Bikepacking-Abenteuer: Eingeladen zum Mitmachen sind Radler deutschlandweit.