Am 11. September 2024 ereignete sich der Einsturz des Brückenzugs C der Carolabrücke in Dresden. Seitdem laufen intensive Untersuchungen zur Ursache des Unglücks. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, ob der benachbarte Brückenzug A nach eingehender Prüfung eventuell für den leichten Verkehr wieder freigegeben werden kann. Diese Thematik wurde auch in der Stadtratssitzung vom 1. Oktober 2024 eingehend besprochen.
Dr. Steffen Marx vom Institut für Massivbau betont, dass mehrere Ursachen für den Einsturz untersucht werden. Der eingestürzte Brückenzug C war lange Zeit „nackt“ und ungeschützt, was zu einer erheblichen Korrosion der Stahlspannglieder führte. Diese Korrosion gilt als wahrscheinlichste Ursache für den Einsturz. Zudem könnten die plötzlichen Temperaturunterschiede in der Nacht des Einsturzes zu Spannungen im Stahl und Beton geführt haben, die letztlich das Versagen der Spannglieder verursachten. Dr. Marx schließt jedoch andere Ursachen nicht aus und prüft auch Drahtabbrüche in den übrigen Brückenteilen.