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KI, Instant Games und junge Zielgruppen: Wie Sachsenlotto Entertainment neu denkt

KI, Instant Games und junge Zielgruppen: Wie Sachsenlotto Entertainment neu denkt
Michael Kunze (Leiter Kampagnen und Performance Management) präsentiert die Sachsenlotto Games. Bild: Thomas Wolf
Von: DieSachsen News
Künstliche Intelligenz, Sofortgewinne und neue Formate für Casual Gamer: Die Sächsische Lotto-GmbH treibt ihre digitale Transformation voran. Ziel ist es, jüngere Zielgruppen zu erreichen, Prozesse effizienter zu gestalten – und gleichzeitig die Verantwortung eines staatlichen Anbieters zu wahren.

KI wird strategischer Baustein

Die Sächsische Lotto-GmbH setzt seit Anfang 2024 gezielt auf Künstliche Intelligenz. Geschäftsführer Frank Schwarz betont die strategische Bedeutung der Technologie. Ziel sei es, interne Abläufe zu strukturieren, Serviceprozesse zu beschleunigen und Kampagnen effizienter umzusetzen. „Es bleibt aber Mensch im Prozess, denn zu 100 Prozent können wir der KI nicht vertrauen“, sagt Schwarz.

Rund 15.000 technische Anfragen pro Jahr werden bearbeitet. Um hier schneller und strukturierter reagieren zu können, hat das Unternehmen sämtliche Lottodokumente in ein hauseigenes Sprachmodell integriert. Ergänzend kommt Automatisierungssoftware zum Einsatz, um wiederkehrende Abläufe effizienter zu gestalten. Perspektivisch sollen digitale Kanäle stärker personalisiert werden.

Auch im Kampagnenmanagement spielt KI eine Rolle. Mithilfe sogenannter „speech2speech“-Technologie wurden innerhalb von vier Stunden über 160 unterschiedliche Spots automatisiert erstellt – für Radiospots und Onlinevideos.

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Neue Games für Casual Gamer

Parallel treibt Sachsenlotto neue Spielformate voran. Unter dem Label „Sachsenlotto Games“ entstehen digitale Sofortlotterien, die klassische Lose mit Entertainment-Elementen kombinieren. Zielgruppe sind Casual Gamer – also Nutzerinnen und Nutzer, die etwa Spiele wie Candy Crush Saga kennen und schnelle, niedrigschwellige Angebote bevorzugen.

Die sogenannten Instant Games starten bereits ab 50 Cent. Spielerinnen und Spieler erfahren unmittelbar, ob sie gewonnen haben. Das Projekt wurde innerhalb von sechs Monaten umgesetzt.

Frank Schwarz ordnet die Entwicklung ein: „Wir erkennen in der Entwicklung den bundesweiten Trend und besonders die Wirkung längerer Jackpotphasen bei den klassischen Lotterien. Hier ist es wichtig, neue und attraktive Formate zu entwickeln. Wie bei den Sofortlotterien."

Junge Zielgruppen im Fokus

Sachsenlotto investiert gezielt in die Ansprache jüngerer Menschen. Guido Hannich, verantwortlich für Freizeit, Erlebnisse und Emotionen, formuliert es so: „Wir wollen weitermachen“ und ergänzt: „Wir wollen nicht nur Anzeigen platzieren, sondern am Leben der Jungen Menschen teilhaben.“

Formate wie das „LottoLoft“ (Lo.Lo) erzielten 2,3 Millionen Kontakte. Über das Engagement im Bereich TeamSportSachsen wurden knapp 700 Millionen Kontakte generiert. Insgesamt spricht das Unternehmen von einer Milliarde Kontakten in der jungen Zielgruppe.

Zudem wird zweimal jährlich ein Panel mit jeweils 2.000 Sachsen befragt, um Trends, Erwartungen und Wahrnehmungen besser zu verstehen.

Innovation zwischen Verantwortung und Wettbewerb

Als staatlicher Anbieter bewegt sich Sachsenlotto in einem Spannungsfeld: Einerseits wächst der Wettbewerb mit gewerblichen Spielevermittlern und digitalen Plattformen, andererseits steht die gesellschaftliche Verantwortung im Vordergrund.

Digitale Innovationen sollen das Angebot attraktiver machen – gleichzeitig bleibt Prävention ein zentrales Thema. Die Reinerträge fließen weiterhin in Sport, Kultur, Wohlfahrt und Suchtprävention.

Mit KI-gestützten Prozessen, neuen Games und datenbasierten Kampagnen versucht Sachsenlotto, Unterhaltung und Verantwortung miteinander zu verbinden. Ob diese Strategie langfristig aufgeht, wird sich zeigen – klar ist jedoch: Das staatliche Glücksspiel in Sachsen befindet sich mitten im digitalen Wandel.

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