Die Zahlen sehen auf den ersten Blick beeindruckend aus: Millionenbeträge fließen jedes Jahr aus den Casinos in die jeweiligen Kassen der Länder. Doch ein genauerer Blick zeigt, wie viel davon gar nicht erst in den Bilanzen der Betreiber bleibt. Denn sobald Einsätze getätigt und Gewinne ausgezahlt wurden, steht bereits der nächste Empfänger bereit: der Staat. Und der interessiert sich nicht dafür, ob der Betreiber am Ende überhaupt Gewinn gemacht hat oder nicht.
Grund dafür ist ein etwas eigenwilliges Prinzip: die sogenannte Spielbankabgabe. Sie richtet sich nicht nach dem, was unter dem Strich übrig bleibt, sondern allein nach dem Bruttospielertrag. Also dem, was nach Abzug der Spielgewinne von den Einsätzen übrig bleibt. Ob die Betriebskosten das auffressen, spielt keine Rolle. Die Abgabe wird trotzdem fällig.
