Politik aus der Mitte für die Menschen: Dies ist das Leitmotiv der FREIEN WÄHLER in Sachsen. Im exklusiven Interview mit Thomas Weidinger, dem Vorstandsvorsitzenden der Partei, beleuchten wir in fünf Themen-Blöcken die Politik der Partei, sowie die Ergebnisse der Tour durch Sachsen, bei der Weidinger in den letzten zwei Jahren etwa 60 Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern gesprochen hat. Er gewährt uns Einblicke in die Herausforderungen auf kommunaler Ebene und die Ziele der FREIEN WÄHLER in Sachsen.
Los geht's...
Wie positionieren sich die Freien Wähler Sachsen im politischen Spektrum Sachsens und Deutschlands, insbesondere im Vergleich zu den etablierten Parteien?
Weidinger: Die FREIEN WÄHLER orientieren sich ausschließlich an den Interessen der Bürger in Sachsen. Ideologie hat bei uns keinen Platz, uns geht es um Inhalte und Lösungen der Probleme der Sachsen. Unser Fokus zielt im Wesentlichen auf Menschen, die morgens aufstehen und arbeiten gehen, ein Leben lang gearbeitet haben, dabei Kinder großziehen oder großgezogen haben, auf Unternehmerinnen und Unternehmer, die Verantwortung übernehmen und Arbeitsplätze schaffen und erhalten. Wir treten an mit Frauen und Männern, die alle eine abgeschlossene Berufsausbildung haben, seit Jahren in ihren Berufen arbeiten und über Erfahrungen und Expertise verfügen, die sie in die politische Arbeit einbringen. Unsere Einordnung in ein politisches Spektrum überlassen wir gern anderen.
Themen-Block 2: Stärke in Kommunen vs. Landesebene
Die Freien Wähler sind in vielen Kommunen stark vertreten und stellen rund 25 Prozent der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, doch auf Landesebene scheint diese Stärke nicht in gleichem Maße sichtbar zu sein. Hier liegen Sie bei rund 3 Prozent. Woran, glauben Sie, liegt das?
Weidinger: Es trifft zu, wir stellen ca. ¼ der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in Sachsen; ca. 3.000 Mandatsträger der Freien Wähler-Vereinigungen und -Vereine sitzen in Gemeinde-, Stadträten und in den Kreistagen. Bei der letzten Landtagswahl hat man es nicht verstanden, alle diese Funktionsträger „unter einen Hut“ zu bekommen. Aus diesem Fehler haben wir gelernt. Wir haben in den vergangen 2 Jahren mit ca. 60 Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, mit Stadt- und Gemeinderäten, mit vielen Vereinen und allen FREIE WÄHLER-Kreistagsfraktionen gesprochen. In diesen Gesprächen haben wir große Zustimmung erhalten. Wir werden mit mindestens 6 Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern zur Landtagswahl antreten und versprechen uns auch dadurch einen „Schulterschluss“ zwischen der kommunalen Ebene und der Landesvereinigung der FREIEN WÄHLER. Die bisherigen Umfragen spiegeln diese neue Stärke noch nicht wider, dies wird sich aber ändern.