Zu spätes Comeback der Dresdner Eislöwen: Heimniederlage
Am 50. Spieltag empfingen die Dresdner Eislöwen am Sonntag die Straubing Tigers. Der Tag stand im Zeichen des Nachwuchses: Junge Spielerinnen und Spieler unterstützten den Spielbetrieb an mehreren Stationen. Cheftrainer Gerry Fleming konnte nahezu auf das Line-up vom Feiertag zurückgreifen. Matthias Pischoff kehrte nach Sperre zurück, Karl Gärtner war mit der U20 unterwegs. Im Tor startete Janick Schwendener.
Die Partie begann hektisch: Bereits nach 28 Sekunden kassierte Austin Ortega eine Strafe wegen Beinstellens. Dresden verteidigte die Unterzahl zunächst ordentlich und kam durch Lance Bouma sogar zu einer Chance, doch Straubing nutzte die nächste Gelegenheit eiskalt. Tim Brunnhuber traf in der 6. Minute bei angezeigter Strafe zur Führung, Filip Varejcka legte in der 11. Minute nach. Mehrere weitere Dresdner Strafen folgten, und im Powerplay erhöhte Elis Hede in der 18. Minute auf 0:3. Trotz einzelner Möglichkeiten der Hausherren blieb es bis zur ersten Pause bei der deutlichen Gästeführung.
Auch der Mittelabschnitt begann aus Dresdner Sicht ungünstig: Straubing agierte weiter in Überzahl und Nicholas Halloran traf zu Beginn des Drittels. Zwar gab es in der 30. Minute die erste Strafe gegen die Tigers, doch Dresden konnte die Gelegenheit nicht nutzen. Nach einem Beinstellen erhielt Dresden zudem einen Penalty, doch Tomas Andres scheiterte. Statt der Aufholjagd setzte Straubing den nächsten Stich: Tim Fleischer traf in der 38. Minute im Powerplay, sodass es mit 0:5 in die zweite Drittelpause ging.
Im Schlussdrittel zeigte Dresden Moral. Sebastian Gorcik erzielte in der 42. Minute den ersten Eislöwen-Treffer, Ricardo Hendreschke verkürzte in der 47. Minute. Die Eislöwen erhöhten den Druck, ließen aber auch Überzahlchancen ungenutzt. Erst in der 59. Minute brachte Trevor Parkes die Arena noch einmal zum Beben und stellte auf 3:5. Fleming nahm eine Auszeit, Schwendener machte einem zusätzlichen Feldspieler Platz – ein weiteres Tor fiel jedoch nicht.
Trainer Gerry Fleming sah die Ursache vor allem in den Strafzeiten: Man habe betont, fünf gegen fünf zu spielen und Unterzahl zu vermeiden, doch Straubing habe mit starkem Powerplay konsequent bestraft. Positiv hob er den Kampfgeist im dritten Drittel hervor – das Comeback kam jedoch zu spät.