Anita Maaß möchte 2026 zur Wahl nicht mehr als Bürgermeisterin von Lommatzsch kandidieren. Das hatte sie im Vorjahr bei ihrer Kandidatur für die aktuelle Bundestagswahl ankündigte. Die Bürgermeisterin sieht ihre politische Zukunft in ihrer Partei, der FDP. Vielleicht schafft sie es ja auch in Bundestag. Sie möchte neue Wege gehen.
Den noch sieht sie sich plötzlich mit einem Antrag auf Amtsenthebung konfrontiert. Die AfD-Stadtratsfraktion brachte ihn zum Stadtrat am Donnerstag ein. Sie wirft ihr Verletzungen der Neutralitätspflicht vor. Die AfD-Stadträte begründen ihren Antrag mit Anita Maaß' öffentlichen Stellungnahmen, die als Beleidigung der AfD und ihrer Mitglieder ausgelegt werden. Eine Rede anlässlich des Volkstrauertags im November 2024 im Amtsblatt wird als Beispiel für ihre parteipolitische Voreingenommenheit vorgestellt. Ein weiterer Punkt des Antrags ist die nach Corona weiter bestehende Terminpflicht für das Bürgerbüro in Lommatzsch, was angeblich den Bürger zum Bittsteller degradiert. Zudem sei die Kommunikation mit den Stadträten stark reguliert worden, was gegen die Prinzipien eines freien Stadtratsmandats verstoßen solle.