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Weinlese in Sachsen gestartet: Schloss Wackerbarth bringt ersten Goldriesling ein

Weinlese in Sachsen gestartet: Schloss Wackerbarth bringt ersten Goldriesling ein
Start der Weinlese auf Schloss Wackerbarth in Radebeul. Foto: Staatsweingut Schloss Wackerbarth
Von: Meißen News
Mit der Ernte des Goldrieslings beginnt auf Schloss Wackerbarth offiziell die Weinlese 2026. Die Winzer erwarten einen vielversprechenden Jahrgang – doch über Qualität und Menge entscheidet wie immer der Herbst.

Mit dem ersten Schnitt in den Reben des Weinbergs Paradies hat auf Schloss Wackerbarth am Donnerstag die Weinlese 2026 begonnen. Traditionell starten die Winzer mit der sächsischen Spezialität Goldriesling – einer Rebsorte, die seit 1913 im Elbtal heimisch ist und heute ausschließlich in Sachsen wächst.

„Der Goldriesling ist für uns ein Stück sächsische Identität. Er zeigt wie kaum ein anderer Wein, was unsere ‚Cool Climate‘‑Region ausmacht“, sagt Weinbauleiter Till Neumeister. Die Trauben präsentierten sich in diesem Jahr „gesund, aromatisch und in sehr gutem Zustand“.

In den kommenden Tagen lesen die Winzer die frühreifen Solaris‑Trauben, aus denen Schloss Wackerbarth seinen beliebten sächsischen Federweißen keltert. Weinfreunde können den ersten Vorgeschmack auf den neuen Jahrgang bereits am 29. und 30. August zu den Tagen des offenen Weinguts genießen.

Der Sommer 2026 erinnerte die Winzer an die Jahre 2018 und 2019: warm, sonnig, langanhaltend trocken. „Die Rebe liebt Wärme und Sonne – solange wir sie mit geeigneten Maßnahmen unterstützen“, erklärt Neumeister. Dazu gehörten: gezielte Bewässerung der Junganlagen, angepasste Bodenbearbeitung und intensive Pflege der Laubwand. „Wir konnten auf unsere Erfahrungen aus früheren Hitzejahren zurückgreifen. Die Reben haben die Witterung gut gemeistert“, so Neumeister.

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Für eine endgültige Einschätzung sei es jedoch zu früh: „Der Herbst macht das Weinjahr. Entscheidend sind die kommenden Wochen – warme, aber nicht zu heiße Tage und kühle Nächte. Nur dann entsteht die typische sächsische ‚Cool Climate‘‑Stilistik.“ Der sächsische Weinbauverband rechnet mit einem Ertrag von 2,6 Milllionen Lietr, etwa 10 Prozent unter dem sehr guten Vorjahr. 

Am 12. und 13. September lädt das Staatsweingut zudem zum traditionellen Federweißerfest ein – ein Wochenende, das ganz im Zeichen des jungen, prickelnden Herbstklassikers steht. Federweißer, auch „Neuer Wein“, „Rauscher“ oder „Sauser“, ist teilweise vergorener Traubenmost, in dem Hefeteilchen wie kleine Federn schweben. Er gilt als klassischer Begleiter des Herbstanfangs – oft zusammen mit Zwiebelkuchen.

Am besten schmeckt er, wenn die Gärung noch nicht abgeschlossen ist: Dann ist das Verhältnis von fruchtiger Süße und feiner Säure perfekt ausbalanciert.

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