Eine Krise kann schnell kommen. Deshalb gibt es das Verbundforschungsprojekt mit dem schwer aussprechlichen Namen KriKom-LK-MEI. Es hat die Mitte der Projektlaufzeit in der zweiten Projektphase erreicht. Aus diesem Anlass lud die Projektleitung alle Partner sowie Nutzer des KriKom-Systems zu einem gemeinsamen Treffen ein. Im Mittelpunkt standen ein Projekt-Update, der Austausch über den aktuellen Entwicklungsstand und die Abstimmung der nächsten Arbeitsschritte, teilte das Landratsamt mit.
In einem Workshop bearbeiteten die Verbundpartner Hasso Plattner Institut (HPI) und die h² – Hochschule Magdeburg-Stendal zusammen mit Partnern zentrale Fragen der Krisenvorsorge. Unter dem Arbeitstitel „Technische Resilienz und Cyber-Sicherheit im Einsatz“ wurde diskutiert, welche technischen Anforderungen und welches Sicherheitsbewusstsein im Einsatz- und Krisenfall erforderlich sind. Dabei flossen sowohl die Perspektiven von Einsatzkräften als auch die Sicht der Bevölkerung in die Diskussionen ein.
In mehreren Tischrunden ging es um die Frage, wie Kommunikation, Datenaustausch und kritische Systeme auch unter extremen Bedingungen funktionieren können – etwa bei einem flächendeckenden, langanhaltenden Stromausfall oder bei Cyberangriffen. Die Teilnehmenden identifizierten Wissenslücken im Bereich Cyber-Sicherheit und erarbeiteten ein gemeinsames Lagebild zu aktuellen Arbeitsweisen, Abhängigkeiten und Verbesserungsbedarfen. Im Fokus standen Informationsweitergabe und -empfang, genutzte Kommunikationsmittel, Schnittstellen sowie Datenquellen als Grundlage für ein nutzerorientiertes Kommunikationsdesign. Zudem wurden Ressourcen betrachtet, die notwendig sind, damit ein Krisenstab auch bei längerem Stromausfall handlungsfähig bleibt.