Die Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof in Torgau erhält aus dem Strukturentwicklungsfonds sächsische Braunkohleregionen 185.000 Euro. Mit der Förderung werden zugleich Bundesmittel in Höhe von 126.000 Euro kofinanziert. Das Vorhaben soll die Erinnerungsarbeit zur DDR-Heimerziehung und zu staatlichen Fürsorgesystemen weiter ausbauen, teilte das sächsische Kulturministerium mit.
Mit den Fördermitteln ist unter anderem der Aufbau einer digitalen Erinnerungs- und Dokumentationsplattform geplant. Sie soll Einrichtungen der DDR-Heimerziehung, der Psychiatrie sowie der Behindertenhilfe für Kinder und Jugendliche sichtbar machen und Quellen sowie Informationen gebündelt zugänglich machen. Grundlage der Plattform ist eine Datenbank, die vom Sächsischen Sozialministerium erstellt wurde und Anfang 2026 an die Gedenkstätte übergeben werden soll. Die digitale Aufbereitung ist als weiterer Schritt vorgesehen, um Forschung, Bildung und Betroffenenperspektiven langfristig zu unterstützen.
Die Fördermittelübergabe erfolgt am 14. April an der Gedenkstätte durch Franziska Brech, Geschäftsbereichsleiterin des Bereiches Kultur und Tourismus im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus, an die Vorstandsvorsitzende des Trägervereins der Gedenkstätte Gabriele Beyler.