Überraschung bei den Elblandkliniken Meißen: Konzernabschluss im Mini-Plus
Für viele dürfte die Zahl überraschend kommen: Der Konzernjahresabschluss der Elblandkliniken-Gruppe weist für 2025 einen Überschuss von 5.137,27 Euro aus. Das ist zwar nur minimal, aber kein Minus. Noch im Vorjahr lag das Konzernergebnis bei rund minus 5,0 Millionen Euro im tiefroten Bereich. Am Donnerstag, 24. September, soll der Kreistag des Landkreises Meißen im Berufsschulzentrum Meißen diesen testierten Abschluss öffentlich feststellen und Betriebsführung sowie Aufsichtsrat entlasten. Berichterstatter ist Landrat Ralf Hänsel (Drucksache 26/8/0356).
Die Elblandkliniken galten in den vergangenen Jahren als wirtschaftliches Sorgenkind. Laut Vorlage ist die Ergebnissituation erstmals seit 2022 wieder leicht positiv. Die Betriebsleistung sei 2025 stärker gestiegen als die Kosten. Als Ursache nennt die Begründung die positive Leistungsentwicklung und die Umsetzung der Medizinstrategie. Von den drei Akutstandorten habe nur noch das Elblandklinikum Meißen einen Jahresfehlbetrag verzeichnet.
Beim Mutterunternehmen, der Elblandkliniken Stiftung & Co. KG, bleibt das Bild gemischt: Sie schließt mit einem Jahresfehlbetrag von 626.695,50 Euro ab; der Betrag wurde den Gewinnrücklagen entnommen. Auch das ist eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahresfehlbetrag von rund 5,7 Millionen Euro.
Deloitte erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der Aufsichtsrat empfahl dem Kreistag am 1. Juni einstimmig die Feststellung. Zugleich warnt das Landratsamt vor anhaltendem Kostendruck und geplanten Einsparungen im Krankenhausbereich auf Bundesebene. Ob die Trendwende hält, bleibe demnach offen.