Überall Spinat. Am Sonntag veranstaltet der Elbe-Tier-Park Hebelei seinen Bauernmarkt unter dem Motto „Spinatmarkt“. Von 10:00 bis 16:00 Uhr erwartet Besuchern ein Markttag mit regionalen Angeboten, kulinarischen Spinatgerichten und einem Programm, das auch die Tiere im Park einbezieht. Der Bauernmarkt hat in der Hebelei Tradition: Seit dem 27. April 1996 finden dort Märkte statt – 2026 wird das Format damit 30 Jahre alt, so der Veranstalter.
Im Mittelpunkt steht der Echte Spinat (Spinacia oleracea), ein klassisches Frühlingsgemüse. Die Kulturform gilt als in Südwestasien entstanden; als mögliches Ursprungsgebiet wird die Region zwischen Iran, Afghanistan und Kasachstan genannt. Heute ist Spinat im Mittelmeerraum seit der Antike eingebürgert und in Europa, Asien sowie Nordamerika weit verbreitet, teils auch verwildert. Er wächst in gemäßigten und subtropischen Regionen bis in Höhenlagen von etwa 1550 Metern.
Von Spinat sind rund 50 Kultursorten bekannt. Sorten mit „gehörnten“ Früchten gelten als ursprünglicher und kälteliebender, während rundfrüchtige Sorten als weiterentwickelt und hitzetoleranter beschrieben werden. Genutzt werden vor allem die Blätter: Junge Blätter kommen roh in Salate, häufiger wird Spinat jedoch gekocht als Gemüse verzehrt. Er enthält viele Mineralstoffe, Vitamine und Eiweiß; sein Eisengehalt ist zwar hoch, jedoch nicht in dem oft behaupteten, außergewöhnlichen Ausmaß. Popkulturelle Berühmtheit erlangte Spinat durch die Comicfigur Popeye, der nach Dosenspinat übermenschliche Kräfte entwickelt.