Den besten Blick auf das barocke Schloss Wackerbarth hat man etwas oberhalb vom Jacobstein. Die beste Aussicht auf den prachtvollen Riesling vom Gut genießt man auf der pittoresken Terrasse zwischen Schloss und Belvedere. Aber Wackerbarth kann nicht nur barock: Die Umstellung auf naturnahen und nachhaltigen Weinbau ist abgeschlossen, auf rund zehn Prozent der Rebfläche wachsen heute bereits pilzwiderstandsfähige und umweltfreundliche Rebsorten. Als erstes Weingut in den neuen Bundesländern wurde Wackerbarth 2023 mit dem FairChoice-Siegel für Nachhaltigkeit in der Weinwirtschaft zertifiziert. Das teilte das Staatsweingut mit.
Der Gault&Millau Weinguide Deutschland zeichnete die Winzer von Schloss Wackerbarth in seiner neuesten Ausgabe zum ersten Mal mit vier Trauben und damit als Spitzenbetrieb aus. Trauben bzw. Sterne in Weinführern sind für Winzer so begehrt und wertvoll wie Sterne für Köche.
Die 14 unabhängigen Verkosterinnen und Verkoster des Gault&Millau Weinführers, bestehend aus Top-Sommeliers aus ganz Deutschland, probieren, diskutieren und bewerten die eingereichten Weine und Sekte seit 2020 „blind“. Das heißt, die Gläser werden aus verhüllten Flaschen eingeschenkt. Vier Trauben vergeben die Genussexperten anschließend nur an solche Betriebe, die sie zur nationalen Weinspitze zählen. Mit Schloss Wackerbarth und dem Meißner Weingut Martin Schwarz gehören seit diesem Jahr nachweislich auch zwei Weingüter aus dem Elbtal zu diesem erlauchten Kreis. Als erste und einzige aus dem Osten Deutschlands. Denn bisher wurde noch keinem anderen Weingut aus den beiden Weinbaugebieten Sachsen und Saale-Unstrut diese große Ehre im Gault&Millau zuteil.