Laura Kämpffe dreht an diesem Frühlingstag ihre Runde im Klärwerk von Ottendorf-Okrilla, in dem die Abwässer von bis zu 26.400 Einwohnern gereinigt werden können. Das gehört zu den Aufgaben der jungen Fachfrau von der Stadtentwässerung Dresden, die ihren Job von der Pike auf gelernt und nach gut zweijähriger Ausbildung gerade ihren Meisterabschluss geschafft hat. Die 23-Jährige überprüft die Überwachungsanlagen an den Belebungsbecken, den Probenahmeautomaten am Kläranlagenzulauf und analysiert dann gleich noch die Abwasserproben im Labor. Zu ihrem Job gehört aber noch viel mehr.
Eine verantwortungsvolle Aufgabe. Schließlich werden hier nicht nur die Abwässer der Gemeinden des Abwasserverbandes (AV) Rödertal gereinigt. Angeschlossen ist auch der neue Industrie- und Gewerbepark Ottendorf-Okrilla. In der Kläranlage werden rund 1,2 Millionen Kubikmeter Abwasser jährlich gereinigt.
Laura Kämpffe setzt mit ihrem Job eine Familientradition fort. Ihr Vater Pedro Kämpffe ist als Abwassermeister bei der Stadtentwässerung für die Kläranlagen im Umland Dresdens, so in Ottendorf-Okrilla, Eschdorf und im Wilsdruffer Stadtgebiet, zuständig. Der 56-Jährige hat viel Erfahrung. Schließlich arbeitet er bereits seit 40 Jahren in der Abwasserbranche.