Beim Ostdeutschen Wirtschaftsforum hat der Stahlhersteller Feralpi Stahl deutliche Forderungen an die Energiepolitik formuliert. Wettbewerbsfähige Strompreise seien eine zentrale Voraussetzung für industrielle Wertschöpfung und sichere Arbeitsplätze, erklärte General Manager Uwe Reinecke laut Unternehmensangaben.
Das Unternehmen sieht einen Zielwert von rund fünf Cent pro Kilowattstunde für Industriestrom als notwendig an. Hintergrund sind stark schwankende Energiepreise, die sich direkt auf die Produktion auswirken.
Feralpi betreibt in Riesa ein Stahlwerk, in dem Schrott im Elektrolichtbogenofen eingeschmolzen wird. Dieser Prozess gilt als vergleichsweise energieintensiv und reagiert sensibel auf Strompreisschwankungen. Nach eigenen Angaben passt das Unternehmen seine Produktion deshalb flexibel an: Bei sehr hohen Preisen wird der Ofen zeitweise abgeschaltet.
Gleichzeitig könne das Werk zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen. Wenn viel Energie aus erneuerbaren Quellen wie Wind und Sonne verfügbar ist und die Preise sinken, werde die Produktion entsprechend hochgefahren oder gedrosselt, um das Netz zu entlasten.