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Pestalozzi-Oberschule Meißen: Container mit acht Klassenräumen genehmigt

Pestalozzi-Oberschule Meißen: Container mit acht Klassenräumen genehmigt
Das denkmalgeschützte Hauptgebäude der Pestalozzi-Oberschule in Meißen ist zu klein geworden. Auf dem hinteren Schulhof soll bis Februar 2027 ein Containerbau mit acht Klassenräumen entstehen. Foto: Z thomas/Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Die Stadt Meißen hat die Baugenehmigung für den Containerbau an der Pestalozzi-Oberschule erteilt. Auf dem hinteren Schulhof entsteht ein zweistöckiger Bau mit acht Klassenräumen.

Meißen. Die Pestalozzi-Oberschule bekommt zusätzliche Klassenräume in Containern. Die Bauaufsicht der Stadt hat die Baugenehmigung für die „Container-Interimlösung“ an der Pestalozzistraße 3 am 2. Oktober erteilt. Das steht im elektronischen Amtsblatt Nr. 36 vom 9. Oktober. Genehmigt wurde auch eine beantragte Abweichung, worum es dabei geht, steht nicht in der Bekanntmachung. Nachbarn können innerhalb eines Monats Widerspruch einlegen.

Der Grund sind steigende Schülerzahlen. Die Kapazität des Hauptgebäudes sei „aktuell ausgereizt“, heißt es in der Beschlussvorlage der Stadtverwaltung. Laut Schul-Website lernen an der Oberschule etwa 520 Schülerinnen und Schüler. Der Containerbau entsteht auf dem hinteren Schulhof an der Melzerstraße, wo heute das grüne Klassenzimmer liegt. Auf jeder der beiden Etagen sind vier Klassenräume geplant, dazu kommen zwei Nebenräume und Toiletten. Das Erdgeschoss wird barrierefrei. Geheizt wird mit Fernwärme aus dem Hauptgebäude.

Die Stadt kauft die Container, statt sie zu mieten. Das sei „deutlich wirtschaftlicher“, heißt es in der Vorlage. Die Anlage soll etwa sechs Jahre stehen. Laut Protokoll des Stadtentwicklungsausschusses hat die Schule bis etwa 2032 zu wenig Platz. Danach können die Container anders genutzt oder verkauft werden. Am 23. September hat der Stadtrat den Auftrag einstimmig an die HORI TTD Modulbau GmbH aus Gelnhausen vergeben, für 1,18 Millionen Euro. Insgesamt plant die Stadt zwei Millionen Euro aus eigenen Mitteln ein, Fördergeld gibt es nicht. Die Erschließungsarbeiten sind für die Oktoberferien geplant. Aufgebaut werden sollen die Container zwischen Mitte Januar und Mitte Februar 2027.

Gleichzeitig saniert die Stadt das Nebengebäude der Schule mit Speiseraum, Ausgabeküche und Räumen für Ganztagsangebote. Das kostet 2,95 Millionen Euro, 75 Prozent davon sind Fördermittel. Fertig sein soll das Gebäude im August 2027.

Außerdem im Amtsblatt: Über die Beflaggung städtischer Gebäude entscheidet der Oberbürgermeister künftig selbst, wenn es um die Flaggen von EU, Bund, Freistaat, Stadt und Partnerstädten oder um örtliche, nichtpolitische Anlässe geht. Flaggen aus politischem Anlass bleiben Sache des Stadtrats. Diese Änderung der Hauptsatzung hatte die AfD-Fraktion beantragt. Der Stadtrat stimmte mit 20 zu 4 Stimmen bei einer Enthaltung zu. Der Abwasser-Eigenbetrieb hat 2025 ein Jahresergebnis von rund 223.500 Euro erzielt. Der Jahresabschluss liegt vom 12. bis 21. Oktober in den Geschäftsräumen des Eigenbetriebs am Schloßberg 9 aus und ist in dieser Zeit auch auf der Internetseite der Stadt zu finden.