Baumholder statt Oberlausitz. Für die Soldaten des Panzergrenadierbataillons 371 aus Marienberg ging es dieses Mal auf einen besonders weiten Übungsplatz. Die Erzgebirger verlegten nach Rheinland-Pfalz, begleitet von erheblichem Gerät. Neben rund 500 Kräften waren mehr als 30 Schützenpanzer Marder im Marschverband. Logistik, Zeitplanung und das Zusammenspiel der Teileinheiten standen damit bereits vor Beginn der Ausbildung unter realen Bedingungen auf dem Prüfstand, teilte die Bundeswehr am Donnerstag mit.

Rund 30 Schützenpanzer Marder werden verlegt.
Um einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen, trainierten die Kampfkompanien auf Zugebene zentrale Fertigkeiten: den Marsch, das rasche Beziehen von Räumen sowie den Kampf im Gelände. Ziel war es, Verfahren zu festigen, die im späteren Gesamtszenario unter Zeitdruck und mit wechselnden Lagen abrufbar sein müssen.
Ein weiterer Schwerpunkt war das Gefechtsschießen, teils im scharfen Schuss. Dabei müssen Feuer und Bewegung eng koordiniert werden – stets unter Berücksichtigung der Sicherheit. Besonders anspruchsvoll ist dies im Panzergrenadierzug, der aus Schützenpanzern und abgesessenen Kräften besteht. Das gleichzeitige Führen der Fahrzeuge, das Ansetzen von Feuerunterstützung und das Manövrieren der zu Fuß kämpfenden Gruppen erfordert klare Kommandos, abgestimmte Funkverfahren und präzise Timing-Entscheidungen.
