Die Krisenintervention und Notfallseelsorge Meißen hat am Sonntag ein weiteres Mitglied ihres Teams vorgestellt, teilte die Einrichtung mit. Die 25‑jährige Aria lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Klipphausen und arbeitet als Krankenschwester in einer geschützten Psychiatrie. Seit 2024 engagiert sie sich ehrenamtlich in der Notfallseelsorge, nachdem sie zwei Jahre zuvor die dafür notwendige Ausbildung abgeschlossen hatte.
Ihre Motivation für das Engagement ist eng mit einer persönlichen Erfahrung verbunden. Aria berichtet, dass der Verlust ihrer Mutter ihr gezeigt habe, wie abrupt sich das Leben verändern könne. In dieser Zeit habe sie selbst erlebt, wie wichtig Menschen seien, die Betroffenen in Ausnahmesituationen Halt geben. Nicht jeder verfüge über ein stabiles Netz aus Familie oder Freunden, sagt sie. Genau deshalb wolle sie Menschen in Krisen Orientierung und Unterstützung bieten.
Besonders motiviere sie der Gedanke, in schweren Momenten einen kleinen, aber bedeutsamen Unterschied machen zu können. In der Akuthilfe seien es oft nicht große Worte oder Lösungen, sondern die verlässliche Anwesenheit, das Zuhören und das Gefühl, nicht allein gelassen zu werden. Die Dankbarkeit vieler Betroffener gebe ihrem Engagement einen besonderen Sinn.