Im Landkreis Meißen hat die Fachstelle Wolf des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) seit Anfang August bereits neun Wolfsübergriffe auf Weidetiere bestätigt. Betroffen sind die Gemeinden Ebersbach, Radeburg, Thiendorf und Lampertswalde. In allen Fällen gilt der Wolf als Verursacher. Unter den gerissenen Tieren war auch ein Kalb. Sechs der acht betroffenen Schafherden erfüllten nach Angaben der Behörde die Kriterien des Mindestschutzes – ein Hinweis darauf, dass einzelne Wölfe stromführende Zäune offenbar bereits durch Springen überwinden.
Damit steht Meißen am Beginn der saisonalen Hauptrisikozeit im Mittelpunkt. Landesweit hat sich das Bild im August weiter verschärft: Nach 18 gemeldeten Schadensereignissen im Juli stieg die Zahl bis zum Stichtag 26. August auf 27. Das sind zehn Meldungen mehr als im gesamten August des Vorjahres. Von insgesamt 45 Fällen seit Juli konnte der Wolf bisher in 31 Fällen bestätigt werden. Auffällig: Drei Viertel der betroffenen Herden waren nicht ausreichend geschützt.