Ein Bericht von Peter Hilbert
Für Investitionschef Torsten Seiler und die Projektleiter Heiko Nytsch und Rainer Aurin ist jetzt eine besondere Etappe beim Bau des Industriesammlers Nord geschafft. An diesem Tag stehen sie vor den Toren des neuen Infineon-Werks an der Königsbrücker Straße, das am 2. Juli offiziell übergeben werden soll. Denn hier ist noch der 15 Meter lange Kanal hergestellt worden, mit dem die neue Fabrik ihren direkten Anschluss an den zehn Kilometer langen Nordkanal bekommt. „Wir sind froh, dass wir schon hier sind“, sagt Investitionschef Seiler. Seit drei Jahren wird mit dem Nordkanal ein leistungsfähiger Abwasser-Direktanschluss für Dresdens wachsende Chipindustrie gebaut. „Wenn Infineon sein neues Werk übergibt, ist unser Industriesammler Nord weitgehend fertig.“
Die neue Fabrik von Infineon Technologies ist ein bedeutender Zuwachs für Dresdens Chipindustrie. Das fünf Milliarden Euro teure Werk ist die größte Einzelinvestition in der Firmengeschichte. Zudem ist der Dax-Konzern auch am Gemeinschaftsunternehmen ESMC mit Taiwans Chipgiganten TSMC beteiligt, das unweit davon im Rähnitzer Gewerbegebiet an der A4 ein Halbleiterwerk für zehn Milliarden Euro hochzieht. Auch ESMC wird an den neuen Industriesammler angeschlossen.
Vor allem die Mikrochipindustrie braucht viel mehr Wasser, das nach der Produktion als Abwasser wieder zum Klärwerk Kaditz geleitet wird. Abgeschlossen ist der Bau am neuen Infineon-Werk an der Königsbrücker Straße, das am 2. Juli eröffnet wird. Mit dem Neubau an der Südostecke sollen rund 1.000 zusätzliche Jobs entstehen.