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Neue E‑Fähre „Ritter Karras“ startet an modernisierter Fährstelle

Neue E‑Fähre „Ritter Karras“ startet an modernisierter Fährstelle
. l.: Thomas Pehlke von der Clement-Germany GmbH, VGM-Geschäftsführer Jens Dehnert , Bürgermeister von Klipphausen Mirko Knöfel, Landrat Ralf Hänsel, Coswigs Oberbürgermeister Thomas Schubert, Geschäftsführer der Lux-Werft und Schifffahrt GmbH Elmar Miebach-Oedekoven, Jens Bergmann von der STEINLE Bau GmbH, Ingenieur Hauke Grüßner von der PTW Planungsgemeinschaft Tief- und Wasserbau GmbH, Mario Zweinert vom Ingenieurbüro für Elektrotechnik Herrmann und Zweinert, Simone Krahl. Fotos: Stadt Coswig
Von: Meißen News
Die dritte Elektrofähre im Landkreis Meißen ist im Einsatz. Die modernisierte Fährstelle setzt neue Maßstäbe für barrierefreie Mobilität.

An der Fährstelle F24 Coswig‑Kötitz – Gauernitz ist am Freitag, 3. Juli, die neue vollelektrische Fähre „Ritter Karras“ in Betrieb gegangen. Das teilte der Landkreis Meißen gemeinsam mit der Verkehrsgesellschaft Meißen (VGM) mit. Die Indienststellung markiert einen weiteren Schritt hin zu einem emissionsarmen Nahverkehr und ist Teil eines groß angelegten Modernisierungsprojekts entlang der Elbe.


Die neue Fähre. 

Die Elbfähren gehören seit Jahrzehnten zum regionalen Verkehrsangebot und erfüllen sowohl verkehrliche als auch touristische Funktionen. Vor drei Jahren fiel der Beschluss, eine einheitliche Flotte vollelektrischer Fähren mit barrierefreien Zugängen zu beschaffen. Mit der „Ritter Karras“ ist nun das dritte von vier Schiffen dieser Baureihe im Einsatz. „Damit sind rund drei Viertel des Vorhabens realisiert“, sagte VGM‑Geschäftsführer Jens Dehnert.

Auch Coswigs Oberbürgermeister Thomas Schubert betonte die Bedeutung des Projekts. Die neue Fähre sei ein sichtbares Zeichen für moderne, klimafreundliche Mobilität und stärke die Verbindung der Menschen entlang der Elbe. Landrat Ralf Hänsel verwies zudem auf die Elektrifizierung des gesamten ÖPNV im Landkreis: Seit März fahren sechs batterieelektrische Kleinbusse, weitere Linienbusse sollen folgen.

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Gebaut wurde die „Ritter Karras“ von der Lux‑Werft, die im Mai 2024 den Auftrag für vier neue Elektrofähren erhielt. Der Rumpf wurde speziell für die hydrologischen Bedingungen der Elbe konstruiert. Nach der Fertigstellung traten die „Ritter Karras“ und ihr Schwesterschiff „Riesaer Riese“ am 21. April ihre Überführungsfahrt über Rhein, Mittellandkanal und Elbe an und erreichten am 1. Mai den Hafen Riesa. Dort erfolgten die letzten technischen Vorbereitungen.

Parallel zur Indienststellung wurde die Fährstelle umfassend modernisiert. Seit dem 13. April entstanden neue schwimmende Anlegestellen, barrierefreie Zugänge und erneuerte Landanlagen. Auf beiden Uferseiten wurden Solarleuchten installiert, die Sicht und Sicherheit verbessern. Die Ladeinfrastruktur für die Elektrofähre wurde ebenfalls neu aufgebaut. Die Bauarbeiten endeten am 29. Juni.

Die Gesamtförderung für Fähren, Anleger und Infrastruktur beträgt rund 7,88 Millionen Euro. Ende 2026 soll mit der „Riesaer Riese“ die vierte Elektrofähre an der Fährstelle F29 Riesa – Promnitz starten.

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