Lößnitzdackel: Zwei Verletzte bei Zusammenstoß mit Pkw in Bärnsdorf
Ein Unfall am unbeschrankten Bahnübergang in Bärnsdorf hat am Samstag das Schmalspurbahn-Festival auf der Lößnitzgrundbahn überschattet. Gegen 13.35 Uhr kollidierte ein Auto mit einem Zug der Traditionsbahn Radebeul, der in Richtung Moritzburg unterwegs war. Eine 59-jährige Frau und ein achtjähriges Mädchen auf der Rückbank des Pkw wurden verletzt. Im Museumszug blieb niemand verletzt. Das meldet sächsische.de.
Die Bärnsdorfer Hauptstraße (S96) wurde nach dem Zusammenstoß gesperrt. Die Freiwillige Feuerwehr Radeburg sicherte die Unfallstelle und unterstützte den Rettungsdienst. Der Verkehrsunfalldienst der Polizei ermittelt zur Ursache. Der Gesamtschaden liegt nach bisherigen Angaben zwischen 10.000 und 12.000 Euro. An der 1 Lokomotive entstanden nur geringe Schäden an der Kupplung; die Reparatur lief bereits am Abend.
Auf der weiteren Fahrt musste der Zug in Friedewald unplanmäßig halten: Einem Reisenden war unwohl, der Notarzt wurde gerufen. Der Mann wurde im Krankenwagen mitgenommen. Laut Eisenbahnbetriebsleiter Bericht sei der medizinische Notfall nicht auf den Unfall zurückzuführen gewesen. Zwei Züge fielen am Samstag aus. Am Sonntag soll der Betrieb wie geplant um 11.48 Uhr in Radebeul-Ost starten.
Das Festival findet anlässlich des Streckengeburtstags zwischen Radebeul, Moritzburg und Radeburg statt. Neben dem Traditionszug der Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen sind historische Züge der Deutschen Reichsbahn und der reguläre Dampfzug der SDG unterwegs. Es gilt ein Sonderfahrplan.
Vor etwa 17 Jahren gab es noch einen größeren Unfall an der Bahnstrecke, sogar zwei Unfälle an einem Tag. Beim 125-jährigen Streckenjubiläum stießen am 12. September 2009 gegen 17.45 Uhr zwei dampfbespannte Personenzüge auf der eingleisigen Strecke zwischen Friedewald Haltepunkt und Friedewald Bad frontal zusammen. In beiden Zügen saßen rund 250 Fahrgäste. 121 Menschen wurden verletzt, vier davon schwer. Tote gab es nicht. Ursache laut späterer Feststellung: Ein Zug war ohne Erlaubnis auf die eingleisige Strecke gefahren. Zwei Lokomotiven und zwölf Wagen wurden schwer beschädigt, der Schaden lag über einer Million Euro. Das Festwochenende wurde abgebrochen. Bereits am Nachmittag desselben Tages hatte es in Radebeul einen Zusammenstoß eines Traditionszugs mit einem Pkw gegeben.