Die Projektleiter Heiko Nytsch und Rainer Aurin von der Stadtentwässerung Dresden sowie Polier Silvio Kiefer von der Tiefbaufirma Heinz Lange stehen vor der über acht Meter tiefen Baugrube am Moritzburger Weg unweit der Königsbrücker Straße. Der Mobilkran hat gerade den Deckel eines Einstiegsbauwerks für den neuen Industriesammler Nord eingehoben, an dem in diesen Wochen die letzten Arbeiten ausgeführt werden. Mit dieser Super-Röhre erhalten die Firmen von Dresdens wachsender Chipindustrie einen leistungsfähigen Abwasseranschluss. Vis-a-vis ragt auf der anderen Straßenseite die neue Fabrik von Infineon Technologies empor. Das fünf Milliarden Euro teure Werk ist die größte Einzelinvestition in der Firmengeschichte. Zudem ist der Dax-Konzern auch am Gemeinschaftsunternehmen ESMC mit Taiwans Chipgiganten TSMC beteiligt, das unweit davon im Rähnitzer Gewerbegebiet an der A4 ein Halbleiterwerk für zehn Milliarden Euro hochzieht. Auch ESMC wird an den neuen Industriesammler angeschlossen.
Kurz vorm Durchstich haben im Dezember 2025 an der Startgrube am Moritzburger Weg noch die letzten der jeweils vier Meter langen Rohre bereitgelegen, bevor sie in die Röhre gepresst wurden.