Landkreis Meißen präsentiert Krisenkommunikationsprojekt auf Fachkongress
Das Verbundprojekt KriKom-LK-MEI des Landkreises Meißen hat vergangene Woche auf dem Fachkongress KRIFA – Fachkongress und Ausstellung für Sicherheit und Krisenvorsorge in Münster innovative Konzepte für ausfallsichere Krisenkommunikation vorgestellt. Das teilte das Landratsamt Meißen mit. Gemeinsam mit dem Verbundpartner KomRe AG informierte das Projektteam Fachexperten und Entscheider aus dem Bevölkerungsschutz sowie Betreiber kritischer Infrastrukturen über praxistaugliche Ansätze für unabhängige Kommunikationssysteme.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Kommunikation und Informationsfluss bei flächendeckenden Strom- und Netzausfällen aufrechterhalten werden können. Das KriKom-Projekt setzt dabei auf redundante Datenfunknetze als Rückfallebene, mobile Notstromkonzepte sowie intelligente multifunktionale Sirenenstandorte und digitale schwarze Bretter. Das System soll im Katastrophenfall eine direkte Kommunikation zwischen Behörden, Einsatzkräften und der Bevölkerung auch ohne herkömmliche Infrastruktur sicherstellen.
Das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderte Projekt entwickelt ein von klassischen Netzen unabhängiges Datenfunknetz für den Katastrophenschutz im Landkreis Meißen. Ziel ist es, mithilfe von Katastrophenschutz-Leuchttürmen, digitalen Informationspunkten und mobiler Logistik die Kommunikationsfähigkeit auch in extremen Schadenssituationen zu erhalten. Der Austausch auf dem Kongress lieferte laut Projektteam wertvolle Impulse für die laufende Test- und Umsetzungsphase sowie für den Wissenstransfer in andere Kommunen und Regionen.
Wer das Projekt live erleben möchte, hat am 26. September die Gelegenheit dazu: Der 2. Bevölkerungsschutztag findet am Zentrum für Brand- und Katastrophenschutz in Glaubitz statt. Informationen gibt es unter https://krikom-lkm.de/.