Der Landkreis Meißen als Träger der öffentlichen Jugendhilfe berichtet über den aktuellen Arbeitsstand der Jugendhilfeplanung. Ziel ist, sicherzustellen, dass die erforderlichen Angebote ausreichend zur Verfügung stehen und sich an den realen Bedarfen orientieren. Das teilte Landrat Ralf Hänsel in einer Vorlage für den Jugendhilfeausschuss vor.
Die Fortschreibung basiert auf Risiko- und Schutzfaktoren aus fünf Gebietsteams der Kinder- und Jugendbefragung 2024 sowie auf Sekundärdaten, örtlicher Expertise und Praxiserfahrungen. Die frühen Phasen der Planung binden die freien Träger ein. Die Analyse zeigt wiederkehrende Risikocluster: Im Bereich Alkohol- und Drogenkonsum dominierten zustimmende Haltungen zum Konsum, starke Peer-Einflüsse, wahrgenommene Verfügbarkeit und früher Beginn des Konsums. Im familiären Kontext wurden Konflikte, Probleme im Familienmanagement, eine Vorgeschichte von Problemverhalten und elterliche Zustimmung als relevante Risiken benannt. Bei den gleichaltrigen Peers traten antisoziales Verhalten, Anerkennung für Problemverhalten, Peernormen und der Umgang mit Freundinnen und Freunden mit Problemverhalten hervor. Weitere Risiken sind fehlende Bindung zur Schule, soziale Desintegration und geringe Nachbarschaftsbindung.