Update, Montag, 29. Juni, 9 Uhr: Nach einem Drohnenüberflug am Montagmorgen konnte 8 Uhr "Feuer aus" gemeldet werden, teilte die Feuerwehr Zeihain mit. Das vom Brand betroffene Gebiet erstreckt sich über 16 ha. Zwei Tage haben in der Spitze bis zu 250 Einsatzkräfte unter extremsten Bedingungen bei Temperaturen um die 40 Grad gearbeitet. Insgesamt waren 468 Einsatzkräfte mit 113 Fahrzeugen vor Ort. Als besonders effektiv hat sich der frühe Hubschraubereinsatz und die Unterstützung durch das geschützte Löschfahrzeug erwiesen. Dadurch konnte der Brand schon am ersten Tag statisch gehalten werden und hat sich nicht weiter ausgebreitet. Aktuell läuft der Rückbau und es werden noch einzelne kleine Glutnester bekämpft. Bei den Löscharbeiten sind einige Kampfmittel gefunden worden, deshalb kommt der Kampfmittelbeseitigungsdienst zum Einsatz. Am Dienstag soll die Einsatzstelle an den Eigentümer Sachsenfort übergeben werden. Durch den Einsatz sind der Gemeinde Zeithain erneut, wie bei den Bränden der vergangenen Jahre, enorme Kosten entstanden.

In der Gohrischheide ist am Samstag, dem 27. Juni, erneut ein großflächiger Waldbrand ausgebrochen. Das teilte die Feuerwehr mit. Gegen 15 Uhr wurde das Feuer nördlich des ehemaligen Flugfeldes gemeldet. Nach ersten Einschätzungen sind rund 19 Hektar betroffen – eine Fläche so groß wie etwa 26 Fußballfelder.
Rund 100 Einsatzkräfte kämpfen derzeit gegen die Flammen. Es sind mehrere Feuerwehren im Einsatz, auch aus Brandenburg. Die Lage ist hochgefährlich: Das Gebiet ist weiterhin mit alter Munition belastet. Wegen der Explosionsgefahr dürfen die Kräfte ausschließlich auf bereits entmunitionierten Wegen arbeiten. Das schränkt die Bewegungsmöglichkeiten massiv ein und erschwert die Brandbekämpfung erheblich.
Zusätzlich sorgen böiger Wind und extreme Hitze für eine schnelle Ausbreitung des Feuers. Die Einsatzleitung hat deshalb einen Löschhubschrauber sowie ein geschütztes Löschfahrzeug angefordert, um die Brandbekämpfung aus der Luft und aus sicheren Bereichen zu unterstützen. Wie lange der Einsatz dauern wird, ist derzeit völlig offen.
Die Gohrischheide war bereits im Sommer 2025 Schauplatz eines verheerenden Großbrandes. Damals wurden rund drei Viertel des etwa 2.000 Hektar großen Naturschutzgebietes zerstört. Nun droht der Region erneut ein schwerer Waldbrand – mit potenziell weitreichenden Folgen für Natur, Tierwelt und die Stabilität des geschädigten Waldbodens.
Die Feuerwehr ruft die Bevölkerung dazu auf, das Gebiet weiträumig zu meiden und Sichtungen von Rauch oder offenen Flammen sofort über den Notruf zu melden. Jede zusätzliche Belastung der Einsatzwege könne die Sicherheit der Kräfte gefährden. Die S89 bei Nieska ist gesperrt.
Bereits am Donnerstag mussten am Nachmittag die Ortswehren Jacobsthal, Lorenzkirch, Kreinitz und Zeithain nach Jacobsthal zum ersten Feldbrand dieses Jahres ausrücken. Dort brannte ein Getreidefeld auf einer Fläche von ca. 10 ha. Wegen der unmittelbaren Nähe zur Gohrischheide wurden außer den örtlichen Kräften auch Feuerwehren der Verbandsgemeinde Bad Liebenwerda, die Drohneneinheit der Feuerwehr Glaubitz und der Kreisbrandmeister alarmiert. Glücklicherweise konnten die Kameraden verhindern, dass das Feuer auf den angrenzenden Wald übergreift.