Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Dresden-Chemnitz kritisiert die Pläne der Bundesregierung zur Änderung des Arbeitszeitgesetzes. Nach Ansicht der Gewerkschaft würde eine Abschaffung des bisherigen Acht-Stunden-Tages die Vereinbarkeit von Familie und Beruf deutlich erschweren.
Wie die NGG unter Berufung auf amtliche Statistikangaben mitteilt, stehen im Landkreis Meißen derzeit rund 2.380 Kindern unter drei Jahren Betreuungsplätze in Kindertageseinrichtungen zur Verfügung. Die Betreuungsquote liege bei knapp 57 Prozent. „Das ist zu wenig. Vor allem wenn Eltern arbeiten, müssen sie sich darauf verlassen können, dass ihre Kinder betreut werden“, erklärte NGG-Geschäftsführer Thomas Lißner.
Besonders kritisch bewertet die Gewerkschaft die Überlegungen, die tägliche Höchstarbeitszeit zugunsten einer stärkeren Orientierung an der Wochenarbeitszeit zu flexibilisieren. Eltern seien bereits heute darauf angewiesen, Arbeits- und Betreuungszeiten genau aufeinander abzustimmen. Würden Arbeitstage künftig deutlich länger ausfallen, könne dies die Organisation des Familienalltags erheblich erschweren.