Georgia Wollmann übernimmt Werkleitung bei Wacker in Nünchritz
Der Wacker‑Standort Nünchritz bekommt eine neue Chefin: Georgia Wollmann übernimmt zum 1. Oktober 2026 die Werkleitung und folgt damit auf Jutta Matreux, die künftig das Werk Burghausen führt und zusätzlich die Gesamtverantwortung für beide Standorte trägt. Für Nünchritz bedeutet der Wechsel eine Besetzung aus den eigenen Reihen – und eine Führungskraft, die den Standort seit Jahren prägt, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.
Die in Leipzig geborene promovierte Chemikerin Georgia Wollmann ist seit 2011 bei Wacker tätig und kennt Nünchritz wie kaum eine andere Führungskraft. Sie verantwortete zentrale Aufgaben im Geschäftsbereich Polysilicon – vom Qualitätsmanagement über die Entwicklung bis hin zur Produktion und zum Portfoliomanagement. Zuletzt steuerte sie die globale Weiterentwicklung des Projektportfolios und leitete zuvor die Polysilicium‑Produktion am Standort.
Polysilicium ist ein Schlüsselmaterial für Halbleiter und Photovoltaiksysteme – ein Bereich, in dem Wollmann seit Jahren operative und strategische Verantwortung trägt. Wollmann sieht ihrer neuen Aufgabe mit „Freude und Respekt“ entgegen. Sie betont ihre enge Bindung zum Standort und zur Belegschaft: „Die anstehenden Veränderungen bieten uns die Chance, Nünchritz weiter zu stärken, Prozesse effizienter zu gestalten und die Wettbewerbsfähigkeit unseres Werks nachhaltig auszubauen.“

Aufgestiegen: Die Nünchritzer Werkleiterin Jutta Matreux. Foto: Wacker
Jutta Matreux, seit 2019 Werkleiterin in Nünchritz, übernimmt die Leitung des größten Wacker‑Standorts Burghausen. Dort war sie bereits zwischen 2005 und 2019 tätig, bevor sie nach Nünchritz wechselte. In den vergangenen Jahren führte sie den Standort durch herausfordernde Phasen, begleitete Investitionen und setzte Schwerpunkte bei Sicherheit, Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit. „Vor allem die Menschen haben diese Jahre geprägt. Die hohe Einsatzbereitschaft und der besondere Teamgeist werden mir in sehr guter Erinnerung bleiben.“
Auch in ihrer neuen Rolle bleibt sie eng mit Nünchritz verbunden – die beiden Werke arbeiten traditionell eng zusammen und sind organisatorisch verzahnt.
Wacker-Ressortvorstand Christian Kirsten würdigt die Leistungen beider Führungskräfte: Matreux habe „mit großem Engagement und hoher fachlicher Kompetenz“ den Standort geprägt und genieße breites Vertrauen. Wollmann stehe für „Innovationskraft und Teamgeist“ und werde den erfolgreichen Weg des Standorts fortsetzen.