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Gebäudereinigung im Kreis Meißen kämpft gegen Niedriglöhne

Gebäudereinigung im Kreis Meißen kämpft gegen Niedriglöhne
Die IG BAU fordert zum Tag der Gebäudereinigung bessere Löhne und mehr Anerkennung für Reinigungskräfte im Landkreis Meißen. Foto: IG BAU
Von: Meißen News
Zum Tag der Gebäudereinigung am 15. Juni fordert die IG BAU bessere Löhne und mehr Anerkennung für die rund 2.500 Reinigungskräfte im Landkreis Meißen. Die Gewerkschaft warnt vor Altersarmut und sieht Handlungsbedarf bei der geplanten Rentenreform.

Anlässlich des bundesweiten Tags der Gebäudereinigung am 15. Juni macht die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) auf die Situation der Beschäftigten in der Reinigungsbranche aufmerksam. Nach Angaben der Gewerkschaft arbeiten rund 2.500 Menschen in 54 Gebäudereinigungsunternehmen im Landkreis Meißen.

Der Vorsitzende der IG BAU Dresden, Jörg Borowski, fordert mehr Anerkennung und bessere Verdienstmöglichkeiten für die Beschäftigten. Reinigungskräfte sorgten täglich für saubere Büros, Schulen, Pflegeeinrichtungen und öffentliche Gebäude, erhielten dafür jedoch häufig lediglich Niedriglöhne. Dies wirke sich langfristig auch auf die Rentenhöhe aus.

Die Gewerkschaft verweist darauf, dass eine Gebäudereinigerin bei den derzeit üblichen Löhnen rechnerisch mehr als 70 Jahre in Vollzeit arbeiten müsste, um später eine Rente in Höhe der heutigen Durchschnittsrente zu erreichen. Deshalb fordert die IG BAU politische Maßnahmen gegen Altersarmut sowie Verbesserungen im Rentensystem.

Gleichzeitig richtet die Gewerkschaft ihren Appell an die Bundestagsabgeordneten der Region. Wer über Jahrzehnte körperlich anspruchsvolle Arbeit leiste und für Sauberkeit sorge, müsse im Alter von seiner Rente leben können, so Borowski.

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Auch bei den bevorstehenden Tarifverhandlungen erwartet die IG BAU deutliche Lohnsteigerungen für die Beschäftigten der Branche. Die Gewerkschaft sieht darin einen wichtigen Schritt, um die Attraktivität des Berufs zu erhöhen und den Fachkräftebedarf langfristig zu sichern.

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