Anlässlich des bundesweiten Tags der Gebäudereinigung am 15. Juni macht die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) auf die Situation der Beschäftigten in der Reinigungsbranche aufmerksam. Nach Angaben der Gewerkschaft arbeiten rund 2.500 Menschen in 54 Gebäudereinigungsunternehmen im Landkreis Meißen.
Der Vorsitzende der IG BAU Dresden, Jörg Borowski, fordert mehr Anerkennung und bessere Verdienstmöglichkeiten für die Beschäftigten. Reinigungskräfte sorgten täglich für saubere Büros, Schulen, Pflegeeinrichtungen und öffentliche Gebäude, erhielten dafür jedoch häufig lediglich Niedriglöhne. Dies wirke sich langfristig auch auf die Rentenhöhe aus.
Die Gewerkschaft verweist darauf, dass eine Gebäudereinigerin bei den derzeit üblichen Löhnen rechnerisch mehr als 70 Jahre in Vollzeit arbeiten müsste, um später eine Rente in Höhe der heutigen Durchschnittsrente zu erreichen. Deshalb fordert die IG BAU politische Maßnahmen gegen Altersarmut sowie Verbesserungen im Rentensystem.
Gleichzeitig richtet die Gewerkschaft ihren Appell an die Bundestagsabgeordneten der Region. Wer über Jahrzehnte körperlich anspruchsvolle Arbeit leiste und für Sauberkeit sorge, müsse im Alter von seiner Rente leben können, so Borowski.