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Friedhof Radebeul-Ost erinnert an Karl May und den Krieg

 Friedhof Radebeul-Ost erinnert an Karl May und den Krieg
Das Bombenopfergrab in Radebeul-Ost. Foto: Jbergner/German Wikipedia https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0
Von: Meißen News
Führungen über den traditionsreichen Friedhof Radebeul-Ost werden bis November angeboten. Dort sind auch Karl May und Eduard Bilz begraben.

Große Namen, tiefe Andacht. Der Friedhof Radebeul-Ost ist einer der beiden Hauptfriedhöfe der Stadt. Jens Scherf, ein zertifizierter Gästeführer, bietet wieder Führungen über das historische Ensemble an. Das teilte die Stadtverwaltung mit. In 90 Minuten entführt er die Teilnehmer in die Welt großer Persönlichkeiten, die das Stadtbild von Radebeul mitgestaltet haben.

Die 1890 im Zuge des Baus der Lutherkirche angelegte grüne Oase beherbergt etwa die Grabstätten bedeutender Familien wie Karl May und Klara May oder Eduard Bilz mit Söhnen oder der Autorin Hildegard Schöbel.

Besonders berührend ist die Bombenopfergrabstätte, die 51 Menschen gedenkt, die während der Bombenangriffe am 14. Februar 1945 ums Leben kamen. Gedenksteine mit Namen, Geburts- und Sterbedaten erinnern an die Opfer. Die meisten verstarben an jenem Tag, bei wenigen weiteren sind Sterbedaten bis zum 20. Februar angegeben. Vier Opfer, drei weibliche und eine männliche Person, konnten nicht identifiziert werden; für diese gibt es einen einzelnen Gedenkstein. Alle anderen Opfer sind auf den liegenden, längsrechteckigen Steinen mit Namen sowie Geburts- und Sterbedatum angegeben. Die getroffenen Gebäude Ahornstraße 2, Clara-Zetkin-Straße 10, Goethestraße 22 und Waldstraße 34 sind in Radebeul die einzigen, durch die Luftangriffe auf Dresden zerstörten Häuser. Die Kriegsopferanlage wurde  2006 neu gestaltet und erhielt anlässlich des Radebeuler Bauherrenpreises eine besondere Würdigung.

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