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Dippoldiswalde: Warum der Zivilschutz so wichtig ist

Dippoldiswalde: Warum der Zivilschutz so wichtig ist
THW beim Round Table in Dippoldiswalde. Foto: Bundeswehr/Stübner
Von: Meißen News
Beim Round Table in Dippoldiswalde stand der Bevölkerungsschutz im Mittelpunkt. Das THW sprach über Aufgaben und Wassermangel beim Brand in der Gohrischheide.

Zivilschutz wird nach Einschätzung von Behörden und Hilfsorganisationen wieder wichtiger, wie das Landeskommando Sachsen der Bundeswehr mitteilte. Beim Communication Round Table (CRT) in Dippoldiswalde am Donnerstag hatten Kommunikationsexperten aus dem Freistaat über die Folgen des Ukrainekriegs und die Anforderungen des Bevölkerungsschutzes beraten.

Tagungsort war der Ortsverband Dippoldiswalde des Technischen Hilfswerks (THW). Dort betonte die für Sachsen und Thüringen zuständige THW-Sprecherin Andrea Wirth, 99 Prozent der Mitglieder arbeiteten ehrenamtlich. Das stelle den Verband vor besondere Herausforderungen, zugleich sei Zivilschutz eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Das THW arbeite ausschließlich auf Anforderung und gliedere seine Kräfte in Zugtrupp, Bergungstrupp, Notfallinstandsetzung und Notversorgung. Gerade die beiden letzten Bereiche seien im Ernstfall zentral, etwa bei Stromausfällen, Störungen der Trinkwasserversorgung oder beim Ersatz beschädigter Brücken.

Vom von der Bundesregierung beschlossenen Pakt für den Bevölkerungsschutz profitiere auch das THW. Wirth sagte jedoch, Technik allein reiche nicht aus; nötig seien auch Fachkräfte für Bedienung, Aus- und Weiterbildung.

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Der Dippoldiswalder Ortsbeauftragte Lars Werthmann verwies auf Erfahrungen aus Hochwasserlagen im Müglitztal und bei der Waldbrandbekämpfung. In der Gohrischheide 2025 habe Wassermangel das Löschen erschwert, weshalb das THW über Spenden einen 8000-Liter-Tank beschafft habe. Die Gemeinde habe zudem ein ausrangiertes Feuerwehrfahrzeug mit Pumpe gestellt. Neu sei auch ein Bevölkerungsschutzdepot mit Sandsäcken, Feldbetten, Zelten und Notstromaggregaten. Stadt, DRK und THW bündelten dort Material. Die Idee für das Depot sei in einem monatlichen Austausch entstanden, der nach dem Vorbild des CRT jeweils am ersten Donnerstag stattfinde.

Initiator des CRT war das Landeskommando Sachsen. Dessen Sprecher, Oberstleutnant Robert Habermann, nutze die Runde auch, um über den Operationsplan Deutschland und die Vernetzung im Rahmen der Gesamtverteidigung zu informieren.

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