Die Stadt Wilsdruff hat sich am Mittwoch über das Zukunftsprojekt „Digitaler Zwilling Sachsen“ informiert. Das teilte Bürgermeister Carsten Hahn nach einem Besuch von Ronny Zienert, Präsident des Landesamts für Geobasisinformation Sachsen (GeoSN), mit. Im Rathaus wurden die Einsatzmöglichkeiten des hochauflösenden 3D‑Modells für kommunale Planung und Bürgerbeteiligung vorgestellt.
Der Digitale Zwilling bildet den gesamten Freistaat fotorealistisch und dreidimensional ab – inklusive Gebäuden, Straßen, Gewässern und Landschaften. Laut GeoSN verbindet das System amtliche Geodaten mit Fachinformationen und ermöglicht Simulationen, Analysen und Zukunftsszenarien. Kommunen können damit Bauprojekte, Klimaanpassungsmaßnahmen, Hochwasserschutz oder Verkehrsplanung digital durchspielen, bevor Entscheidungen getroffen werden.
Für Wilsdruff könnte das Projekt mehrere Vorteile bringen. Geplante Gebäude oder Infrastrukturvorhaben lassen sich realistisch im Ortsbild darstellen. Bürgerinnen und Bürger könnten diese Vorhaben virtuell „begehen“, besser verstehen und frühzeitig Feedback geben. Das soll Transparenz schaffen und die Akzeptanz kommunaler Projekte erhöhen. Gleichzeitig erhöhen Simulationen die Planungssicherheit, weil Auswirkungen auf Umwelt, Verkehr, Energieversorgung oder Sozialstruktur sichtbar werden, bevor gebaut wird.