Da muss sich der Meißner Liedermacher Gerhard Schöne wohl einen Anzug anziehen. Ministerpräsident Michael Kretschmer überreicht in der nächsten Woche – stellvertretend für den Bundespräsidenten – an insgesamt 15 Bürgerinnen und Bürger, die mit Sachsen eng verbunden sind, den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Mit dieser Auszeichnung werden Menschen geehrt, die sich in den Bereichen Politik, Soziales, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur in besonderer Weise um das Gemeinwohl verdient gemacht haben. Das teilte die Staatsregierung mit. Gerhard Schöne ist mit dabei, in der zweiten Runde am 10. Dezember in der Staatskanzlei in Dresden.
Ausgezeichnet werden weiter:
Erika Buhr (Dresden)
Erika Buhr (85) engagiert sich seit mehr als einem halben Jahrhundert in der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e. V. (ASF) und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Versöhnungs- und Gedenkarbeit Deutschlands. Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und seinen Verbrechen ist für die Aktion Sühnezeichen Friedensdienste Motiv und Verpflichtung für konkretes Handeln, für Erinnerung, Verständigung und Frieden. In diesem Sinne setzt sich Erika Buhr bereits seit Mitte der 1960er Jahre für den Erhalt jüdischer Friedhöfe in Tschechien, Polen und auch Deutschland ein. Tatsächlich waren die oftmals nur noch kleinen jüdischen Gemeinden nach 1945 vielfach nicht mehr in der Lage, Friedhöfe der jüdischen Tradition und Pflicht entsprechend zu erhalten. Erika Buhr versteht es immer wieder aufs Neue, Menschen zum Mitmachen zu gewinnen. So organsierte sie eine Vielzahl von Arbeitseinsätzen und Workshops. Seit einigen Jahren gewinnt sie verstärkt Kinder und Jugendliche mit Exkursionen zu den wichtigen kulturellen Stätten, sich mit diesem Teil der Geschichte vertraut zu machen.