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Bundeswehr-Soldaten üben Klettern im Zittauer Gebirge

Drei Soldaten in Flecktarn mit Helm und Rucksack klettern gesichert an einem Sandsteinfelsen, im Hintergrund Nadelwald.
Soldaten des Landeskommandos Sachsen am Klettersteig „Alpiner Grat“ bei Oybin. Foto: Bundeswehr/Kirsch
Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften des Landeskommandos Sachsen haben im Zittauer Gebirge einen schweren Klettersteig bezwungen. Dabei gab es eine Tücke.

Oybin. Das Landeskommando Sachsen der Bundeswehr hat Soldaten aller Dienstgradgruppen zu einer Aus- und Weiterbildung ins Zittauer Gebirge geschickt. Das teilt das Kommando auf seiner Facebook-Seite „Bundeswehr in Sachsen“ mit. Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften seien gemeinsam zum Fels marschiert und anschließend über den Klettersteig „Alpiner Grat“ bei Oybin aufgestiegen. Neben der körperlichen Leistungsfähigkeit sei es vor allem um Vertrauen und gegenseitige Unterstützung gegangen. 

Der Alpine Grat liegt an der Großen Felsengasse zwischen Oybin und Lückendorf, gleich neben dem Aussichtspunkt Mönchskanzel. Nach Angaben der Gemeinde Oybin folgt der Steig einem Kletterweg, der 1953 erstmals begangen wurde. Auf 96 Metern Länge sind 64 Höhenmeter zu bewältigen. Die Gemeinde stuft den Steig als schwer ein, Klettersteigportale geben den Grad C/D an. Die Drahtseile dienen vor allem der Sicherung. Tritte und Griffe müssen die Kletterer meist im Sandstein selbst finden. Einige Eisenklammern sitzen zudem weit auseinander, was kleineren Menschen den Aufstieg erschwert. Betreut wird der Steig vom Kletterklub Kelchsteiner Oybin.

Im Zittauer Gebirge wird sonst nach den sächsischen Kletterregeln geklettert, also ohne künstliche Hilfsmittel. Neben dem Alpinen Grat gibt es hier noch den Nonnensteig in Jonsdorf, laut Tourismusverband der erste Klettersteig Sachsens. In diesem Jahr lag der Alpine Grat am Rand einer Horstschutzzone für Wanderfalken. Gesperrt war nach Angaben der Zittauer Sektion des Deutschen Alpenvereins aber nur der benachbarte Osterturm, der Klettersteig blieb offen.

Das Landeskommando hat seinen Sitz in der Graf-Stauffenberg-Kaserne in Dresden und ist die oberste territoriale Kommandobehörde der Bundeswehr im Freistaat. Es ist erste Ansprechstelle der Landesregierung, etwa wenn Behörden bei Hochwasser oder Waldbränden die Bundeswehr um Hilfe bitten. Außerdem koordiniert es die Versorgung verbündeter Truppen, die durch Sachsen verlegt werden. Kommandeur ist seit März Oberst Marco Tkotz. Nach seinen Angaben rollten allein im vergangenen Jahr rund 12.000 Militärfahrzeuge durch Sachsen.

Der Klettersteig „Alpiner Grat“ beginnt am Wiesenweg unterhalb der Großen Felsengasse zwischen Kurort Oybin und Lückendorf. Begangen werden darf er nur mit Klettersteigausrüstung.