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Bistum Dresden-Meißen trauert um Landesbischof Jochen Bohl

Bistum Dresden-Meißen trauert um Landesbischof Jochen Bohl
Landesbischof Jochen Bohl. Foto: EVLKS
Von: Meißen News
Landesbischof i. R. Jochen Bohl ist am Mittwoch verstorben. Das Bistum würdigt seine ökumenische Verbundenheit.

Das Bistum Dresden‑Meißen trauert um Landesbischof i. R. Jochen Bohl, der am 29. Juli verstorben ist. Das teilte die Evangelisch‑Lutherische Landeskirche Sachsens mit. Bohl prägte über viele Jahre das kirchliche Leben in Sachsen und galt als wichtige Stimme der Ökumene.

Bischof Heinrich Timmerevers würdigte Bohl als „geistliche Persönlichkeit, die mit Christus und für seine Kirche lebte“. Die ökumenische Nähe sei für ihn stets ein besonderer Wert gewesen, betonte Timmerevers. Das vertrauensvolle Miteinander zwischen den Kirchen habe Bohl über viele Jahre geprägt.

Besondere Momente dieser Verbundenheit zeigte Bohl unter anderem bei der ökumenischen Vesper zum Bischof‑Benno‑Jubiläum 2006 im Meißner Dom. Auch die Überführung der Urne des sorbischen Kaplans Alojs Andritzki im Rahmen seiner Seligsprechung 2011 war ein Ereignis, das Bohl maßgeblich begleitete. Damals sprach er vor der Dresdner Frauenkirche zu den versammelten Gläubigen und würdigte Andritzkis Glaubenszeugnis.

Das Bistum betont, dass Bohl nicht nur kirchenleitend wirkte, sondern auch als Brückenbauer zwischen Konfessionen und gesellschaftlichen Gruppen. Seine seelsorgliche Haltung und sein Einsatz für ein geschwisterliches Miteinander hätten viele Menschen geprägt.

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Im Gebet sei man seiner Familie und allen Trauernden verbunden, erklärte das Bistum. Man vertraue darauf, dass Gott ihm die Fülle des ewigen Lebens schenke. „Ruhe in Frieden“, heißt es abschließend.

Bohl wurde 76 Jahre alt,  lebte in Radebeul, war verheiratet und Vater von drei Söhnen.

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