Gott, der Herr über Leben und Tod, hat unseren Heiligen Vater, Papst Franziskus, in sein Reich gerufen. Das teilte das Bistum Dresden-Meißen am Montag mit. Im Gedenken an ihn läuteten unmittelbar nach Eintreffen der Todesnachricht die Glocken der Kathedrale des Bistums und riefen zum Gebet für den Pontifex auf. Dazu sind ab sofort auch alle übrigen Kirchen im Bistum eingeladen. Bischof Heinrich Timmerevers würdigt den Dienst des Universalhirten der Kirche in seinem Nachruf und bittet die Gläubigen um das Gebet für den Verstorbenen. Ein Bild des Pontifex ist in der Kathedrale aufgestellt. In Kürze wird bekanntgegeben, zu welchem Termin alle Gläubigen sehr herzlich zum Pontfikalrequiem für den Verstorbenen in Dresden eingeladen sind.
Zum Tod des Heiligen Vaters erklärt Bischof Heinrich Timmerevers:
Mit Papst Franziskus verliert die Kirche einen besonnenen Reformer. Während vielleicht deutsche und mitteleuropäische Hoffnungen nicht unmittelbar erfüllt wurden, hat er für die Weltkirche mit dem stark veränderten Fokus „auf die Ränder“, mit der Neuordnung und Besetzung von Kurie und Kardinalskollegium sowie mit der Stärkung des synodalen Prinzips der Kirche fundamentale Weichenstellungen vorgenommen. Wollte man ein Bild bemühen, dann hat Franziskus im Weinberg des Herrn den Boden gelockert, ihn von manchem Unkraut befreit und vieles bereitet, damit Neues erwachsen kann. Ich bin überzeugt, dass wir die Früchte seines Wirkens erst in einigen Jahren wirklich erfassen werden.