Im Sächsischen Landtag hat es diese Woche ein Fachgespräch zum Schutz von Menschen nach sexualisierter Gewalt gegeben. Das teilte die Meißner Landtagsabgeordnete Daniela Kuge mit. Vertreterinnen der Landesarbeitsgemeinschaft Sexualisierte Gewalt – Prävention und Intervention (LAG SGPI) informierten über aktuelle Herausforderungen und die Bedeutung verlässlicher Unterstützungsangebote.
Im Mittelpunkt stand der Referentenentwurf des Sächsischen Gewalthilfegesetzes sowie die Zukunft des Projekts „Medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung und vertrauliche Spurensicherung“. An dem Austausch mit Frau Kuge nahmen Susanne Hampe, Vorständin der LAG SGPI, Christiane Hentschker-Bringt aus dem Bereich „Betroffene Kinder und Jugendliche“ sowie Inger Witzenhausen, Fach- und Koordinierungsstelle für den Arbeitsbereich „Sexualisierte Gewalt gegen Erwachsene“, teil.
Die Fachvertreterinnen betonten, dass Betroffene schnelle, niedrigschwellige und verlässliche Hilfe benötigen. Dazu gehören medizinische Versorgung, psychosoziale Unterstützung, sichere Beratungsangebote und die Möglichkeit einer vertraulichen Spurensicherung, unabhängig davon, ob unmittelbar Anzeige erstattet wird. Besonders bei Kindern und Jugendlichen sei ein enges Zusammenspiel von Prävention, Jugendhilfe, Medizin und Strafverfolgung entscheidend.