Eine neue Ausstellung zur Baugeschichte der Schloss- und Gartenanlage Zabeltitz wird am Freitag, 8. Mai, im Palais Zabeltitz eröffnet. Das teilte die Stadt Großenhain und das Landesamt für Denkmalpflege mit. Entstanden ist die Schau in Kooperation mit dem Landesamt für Denkmalpflege Sachsen sowie in Zusammenarbeit mit französischen Archiven. Im Mittelpunkt stehen die sächsisch‑französischen Einflüsse auf die Entwicklung der Anlage.
Der Barockgarten Zabeltitz mit Palais und Altem Schloss zählt zu den bedeutendsten und zugleich am besten erhaltenen Beispielen sächsischer Bau- und Gartenkunst. Seine Gestaltung und Weiterentwicklung im 18. Jahrhundert sind eng mit französischen Vorbildern verbunden. In ihrer geschichtlichen und künstlerischen Bedeutung steht die Anlage laut Experten auf einer Stufe mit den Schlossensembles in Moritzburg und Großsedlitz.
Die Ausstellung im Palais Zabeltitz beleuchtet die Entstehung und Entwicklung des Gartens und der zugehörigen Gebäude. Dabei wird erstmals ein außergewöhnlicher Bestand historischer Architekturzeichnungen gezeigt, der aus sächsischen und französischen Sammlungen zusammengeführt wurde. Die Pläne dokumentieren die glanzvolle Ausformung der Anlage während der Barockzeit und geben Einblicke in Planungsprozesse und gestalterische Konzepte jener Epoche.