Die Polizei warnt erneut eindringlich vor Anlagebetrügern im Internet. Zwei Senioren erstatteten am Donnerstag Anzeige, nachdem sie im Glauben an hohe Gewinne fünfstellige Beträge an ausländische Konten überwiesen hatten. In beiden Fällen arbeiteten die Täter mit professionell wirkenden Online-Auftritten, angeblichen Finanzexperten und vorgetäuschten Renditen.
Ein 74-jähriger Mann aus Döbeln stieß bereits Ende Januar auf einer Social-Media-Plattform auf ein vermeintliches Anlagemodell rund um Währungen und Rohstoffe. Zunächst investierte er 250 Euro. In der Folge gaukelten die Täter dem Senior eine erfolgreiche Entwicklung vor und veranlassten ihn, binnen kurzer Zeit weitere Überweisungen zu tätigen. Insgesamt überwies der Mann mehr als 40.000 Euro auf Geschäftskonten in Malta.
Misstrauisch wurde der 74-Jährige erst, als die Betrüger zusätzlich 9.000 Euro forderten. Die Summe sollte angeblich als Gebühr für die Auszahlung der Gewinne dienen. Spätestens an diesem Punkt erkannte der Mann den Betrug und wandte sich an die Polizei. Die Ermittlungen wegen des Verdachts des Anlagebetrugs dauern an.