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Anklage gegen zwei Radebeuler nach Millionenbetrug mit Solaranlagen

Anklage gegen zwei Radebeuler nach Millionenbetrug mit Solaranlagen
Symbolbild Photovoltaik / pixabay hdwh
Von: Meißen News
Die zwei Beschuldigten sollen Kunden millionenschwer betrogen haben. Viele Projekte blieben unvollendet – mit gravierenden Folgen.

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage gegen zwei Beschuldigte im Alter von 64 und 61 Jahren erhoben. Ihnen wird unter anderem Betrug im besonders schweren Fall in 41 Fällen vorgeworfen. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag mit.

Nach Angaben der Ermittler handelt es sich bei der 61-Jährigen um die Geschäftsführerin eines in Dresden ansässigen Unternehmens für Photovoltaikanlagen, der 64-Jährige ist dessen Prokurist. Beide leben in Radebeul. Dem Duo wird vorgeworfen, seit mindestens 2020 bundesweit schlüsselfertige Solaranlagen zu Festpreisen angeboten zu haben, obwohl sie ihre Leistungsfähigkeit und -bereitschaft nur vortäuschten.

Zum Leistungsumfang gehörten laut Angebot unter anderem Dachsanierungen, der Bau der Anlagen, der Netzanschluss sowie die Anmeldung bei den jeweiligen Netzbetreibern. Ziel war die spätere Einspeisung von Solarstrom. In der Folge leisteten zahlreiche Kunden hohe Anzahlungen.

Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft wurden die vereinbarten Leistungen jedoch nicht oder nur teilweise erbracht. Insbesondere sei es bei keinem der Bauprojekte zu dem vertraglich zugesicherten Netzanschluss gekommen. Den Geschädigten soll dadurch ein Gesamtschaden von mehr als zwölf Millionen Euro entstanden sein.

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Der 64-jährige Beschuldigte ist bereits teilweise einschlägig vorbestraft und befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft. Für die 61-Jährige lagen keine Haftgründe vor, sie ist auf freiem Fuß. Beide bestreiten die Vorwürfe, soweit sie sich dazu geäußert haben. Das Landgericht Dresden entscheidet nun über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung des Hauptverfahrens. Ein Termin für die Hauptverhandlung steht noch nicht fest.

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